An der Schwelle zur Hungersnot

Die Hungerkrise am Horn von Afrika und in weiteren Teilen Ostafrikas spitzt sich zu: Allein im Jemen ist fast eine halbe Million Kinder vom Hungertod bedroht. In Nigeria steuern die Menschen auf eine Hungersnot zu, und für einen Teil des Südsudans wurde bereits eine Hungersnot ausgerufen.

Jemen – Zwei Jahre des Krieges

Die seit zwei Jahren anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Huthi-Rebellen und der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen hat drastische Folgen für die Bevölkerung: 17 Millionen Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Lebensmitteln. Betroffen sind inzwischen 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner. „Mehr als 460.000 Kinder unter fünf Jahren sind akut vom Hungertod bedroht, denn sie leiden unter der schwersten Form der Mangelernährung“, sagt Serge Breysse, Direktor für Technische Advocacy bei Aktion gegen den Hunger Frankreich. Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 200 Prozent im Vergleich zu 2014.

Schwere Hungerkrise auch in Nigeria

Im Nordosten Nigerias verbreitet die Terrorgruppe Boko Haram seit mehr als zwei Jahren Angst und Schrecken. Die anhaltende Gewalt und die wirtschaftliche Rezession führten zu flächendeckenden Vertreibungen und einer verheerenden humanitären Lage. Menschen haben ihre Heimat verlassen und befinden sich in existenzieller Not. Schätzungen zufolge sind eine halbe Million Kinder stark mangelernährt. 4,4 Millionen Menschen sind von der Hungersnot bedroht.

Foto : Andrew Parsons

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