Peru: Eine Million Menschen leidet noch immer unter den Folgen der schweren Überflutungen

Zwei Monate nach den schweren Überschwemmungen in der Region Piura im Nordwesten Perus befindet sich das Land noch immer im Ausnahmezustand. Anhaltende starke Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt, die ganze Landstriche verwüsteten.

„Auch wenn die Zahl der Todesopfer nicht weiter steigt, ist das Ausmaß der Katastrophe unvorstellbar: Mehr als eine Million Menschen sind obdachlos“, erklärt die Leiterin des Notfallteams, Chiara Saccardi. Zudem wurde bei Kindern unter drei Jahren erste Fälle von Mangelernährung festgestellt.

„Wir haben unsere Anstrengungen in Peru vervielfacht. Vor der Krise erreichten wir mit unserer Hilfe etwa 27.000 Menschen. Innerhalb weniger Wochen konnten wir den Umfang des Einsatzes verzehnfachen. Wir möchten möglichst vielen Familien einen Zugang zu Trinkwasser, Hygieneprodukten und Unterkünften ermöglichen“, erklärt Saccardi.

Neue Notfallprogramme

Der Fokus der Programme liegt in den Bereichen Wasser und Sanitäreinrichtungen, um hygienische Lebensbedingungen für die betroffene Bevölkerung zu schaffen und der Ausbreitung von Krankheiten wie dem Denguefieber oder Zika-Virus vorzubeugen. Untersuchungen unserer Teams vor Ort zeigten jedoch, dass sich die Ernährungssituation von Kleinkindern zwischen sechs und 35 Monaten zunehmend verschlechtert. Aktion gegen den Hunger führte deswegen zusätzliche Ernährungsprogramme für Kinder ein.

„Dabei arbeiten wir unter anderem eng mit den lokalen Behörden zusammen, die für die Nahrungsmittelverteilung vor Ort zuständig sind. Außerdem unterstützen wir Restaurants, die sich um die Versorgung vertriebener und schutzbedürftiger Menschen kümmern“, fügt Saccardi hinzu.

Gleichzeitig führt Aktion gegen den Hunger mehr Untersuchungen durch, um Fälle akuter Mangelernährung in den betroffenen Gebieten schneller diagnostizieren und behandeln zu können.

Foto: Marina Betete

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