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Nigeria: Angriff in Borno zwingt tausende Menschen zur Flucht

Aktion gegen den Hunger hilft Binnenvertriebenen

Der Nordosten Nigerias kommt nicht zur Ruhe. Nach bewaffneten Angriffen auf den Militärstützpunkt in Baga sind tausende Menschen nach Monguno geflohen. Unsere Nothilfeteams vor Ort unterstützen die über 25.000 Vertriebenen, denen es an allem mangelt.

Menschen brauchen Lebensnotwendige Güter

Die Menschen benötigen zuallererst Nahrung, sauberes Wasser, Kleidung und medizinische Versorgung. „90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die grundlegendsten Bedürfnisse, doch es gibt weiterhin viel zu tun“, sagte Shashwat Saraf, Landesdirektor von Aktion gegen den Hunger in Nigeria. Mehr als 800 Familien erhielten Hilfe-Sets, bestehend aus Dingen des täglichen Bedarfs. Diese beinhalten beispielsweise Kochgeschirr, Besteck, Eimer und Reinigungsmittel.

Freiwillige helfen dabei, Mangelernährung festzustellen

Aktion gegen den Hunger hat außerdem 135 Freiwillige darin geschult, Kinder auf ihren Ernährungszustand zu untersuchen. Wenn Mangelernährung vorliegt, werden die Mädchen und Jungen in sechs Gesundheitszentren behandelt.

Zweiter Angriff führt zu Versorgungsengpässen

Auch für Hilfsorganisationen ist die Situation von großer Unsicherheit geprägt. Nach einem zweiten Angriff auf die Kasernen in Kekeno und Monguno am 28. Dezember mussten viele humanitäre Helferinnen und Helfer vorübergehend nach Maiduguri, die Hauptstadt des Bundesstaates Borno, umsiedeln. Dadurch waren in Monguno fast keine humanitären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr präsent. Nur einige wenige Organisationen konnten ihre Hilfe fortsetzen. „Dies hat dazu geführt, dass wir Engpässe in der Versorgung der notleidenden Menschen hatten. Es waren nicht genug Helferinnen und Helfer vor Ort, um die Bevölkerung ausreichend zu unterstützen und das Ausmaß der Bedarfe einzuschätzen,“ so Shashwat Saraf weiter.

150 Mitarbeiter*innen von Aktion gegen den Hunger vor Ort

Aktion gegen den Hunger ist seit Juli 2016 in Monguno aktiv. Vorher war der Ort für Hilfsorganisationen nicht zugänglich. Aktuell sind fast 150 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Monguno, Kukawa und Nganzai im Einsatz. Sie verteilen Nahrungsmittel, sorgen für sauberes Wasser und Hygiene, leisten medizinische Betreuung und helfen den Menschen dabei, sich zu erholen.