Lagebesprechung von Aktion gegen den Hunger in Kenia

Nothilfe Kenia: Schwere Regenfälle zerstören Ernten

Schwere Verwüstung durch sintflutartige Regenfälle

Flüsse, die über die Ufer treten, verheerende Sturzfluten, Schlammlawinen – nach monatelanger Dürre werden Teile Kenias nun durch sintflutartige Regenfälle verwüstet. Hunderttausende Menschen sind bereits obdachlos geworden. Ernten wurden zerstört, dasselbe gilt für Brunnen, Wasserleitungen und die Abwasserentsorgung. Viele Menschen haben aktuell keine Chance mehr, sich selbst zu versorgen und müssen hungern.

Umgehende Hilfe dank NGO-Fond

Schnelle Hilfe ist dank eines gemeinsamen Fonds von mehr als 40 Nichtregierungsorganisationen möglich. Auch wir sind Teil des Start Networks. Der Fond wird vom britischen Entwicklungsministerium (DFID) unterstützt. Er bietet kurzfristige finanzielle Hilfen für ansonsten unterfinanzierte, als klein bis mittelgroß definierte Krisen sowie für unvorhersehbare Verschlechterungen bei chronischen Notsituationen. Die von den Mitgliedsorganisationen des Start Networks vorgeschlagenen Projekte werden innerhalb von 72 Stunden evaluiert, sodass die Hilfe umgehend beginnen kann.

"Anders als in der Vergangenheit konnten wir schnell und effizient auf die Sturzfluten reagieren und im Tana River County, einem der am stärksten betroffenen Gebiete, Notfallprogramme für Wasser und Abwasser umsetzen", sagte Hajir Maalim, Regionaldirektor von Aktion gegen den Hunger in Ostafrika.

Aktion gegen den Hunger hilft in den Bereichen Hygiene und Ernährung

Die Hilfsprogramme reichen aus, um 10.000 Menschen 30 Tage lang mit sauberem Wasser zu versorgen. Es werden Wasseraufbereitungsanlagen installiert und Notlatrinen gebaut. Hygienemaßnahmen sind eine wichtige Voraussetzung, um den Ausbruch von Seuchen wie der Cholera zu verhindern.

"Wir arbeiten mit der lokalen Regierung zusammen, um die Gesundheits- und Ernährungsprogramme in den betroffenen Gebieten bestmöglich zu koordinieren“, so Maalim weiter. „Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Ernährungssituation von Kindern. Wir untersuchen innerhalb der Bevölkerung systematisch, ob Mangelernährung vorliegt. Bei Bedarf unterstützen wir die Kinder in unseren Programmen.“

Bevölkerung leidet unter Klimaextremen

Die unerwartet hohe Niederschlagsmenge in diesem Jahr wurde von Meteorologen in Nairobi als "Mini-El-Niño-Phänomen" beschrieben und stellt eine zusätzliche Bedrohung für die Bevölkerung Kenias dar, welche noch immer unter den Folgen der katastrophalen Dürre von 2017 leidet.

Prognose: Ende der Regenfälle erst im Juli

Die am meisten betroffenen Bezirke sind derzeit Turkana, Tana Fluss, Garissa, Isiolo, Kisumu, Taita, Mandera, Wajir, Marsabit, West Pokot, Samburu und Narok. Vorläufigen Berichten zufolge sind aufgrund der Flutkatastrophen 150 Menschen gestorben und etwa 260.000 Menschen vertrieben worden. Beim Bruch eines Damms in der Rift-Valley-Region kamen 40 Menschen ums Leben; hunderte Häuser und Geschäfte wurden zerstört. Voraussichtlich werden die Zahlen weiter steigen, da der starke Regen gemäß Wettervorhersagen noch bis Juli andauern soll.

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