Syrische Flüchtlingskinder sitzen auf dem Boden in einem Flüchtlingslager

Syrien-Geberkonferenz: Geld ist nicht genug!

Notlage muss vollumfänglich anerkannt werden

Seit dem Beginn des Syrienkrieges 2011 sind mehr als 500.000 Menschen ums Leben gekommen. Fast 70 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. Anlässlich einer Syrien-Konferenz in Brüssel fordern wir die internationale Gemeinschaft dazu auf, die humanitäre Notlage endlich in ihrem gesamten Ausmaß anzuerkennen. Die zweitägige Konferenz wird von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen organisiert.

Geldmittel alleine nicht ausreichend

"Natürlich sind Geldmittel notwendig, um auf diese Krise zu reagieren. Mindestens genauso wichtig ist es aber, humanitären Zugang zu den gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Und Syrien braucht dringend Investitionen in den Wiederaufbau von Infrastruktur", sagte Rui Oliveira, verantwortlich für politische Interessenvertretung im Nahen Osten bei Aktion gegen den Hunger.

Nur ein Bruchteil der versprochenen Mittel bislang geflossen

Dass von den versprochenen Mitteln bisher nur ein kleiner Teil geflossen ist, ist enttäuschend. „Die Vereinten Nationen haben für 2017 drei Milliarden US-Dollar an Hilfe gefordert. Davon kam nur gut die Hälfte zusammen. Bei den für dieses Jahr benötigten Mitteln sind es bislang nur 15 Prozent ", kritisierte Manuel Sánchez Montero, zuständig für internationale Geberbeziehungen bei Aktion gegen den Hunger.

Humanitäre Lage verschlechtert sich weiterhin

Die Situation der syrischen Bevölkerung verschlimmert sich stetig, mehr als sechs Millionen Menschen befinden sich derzeit innerhalb Syriens auf der Flucht. Auch die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. "Die meisten Syrerinnen und Syrer leben in extrem unsicheren Lebensumständen. Die humanitären Bedürfnisse, wie eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nahrung, sind nicht gesichert. Gut ein Drittel der Bevölkerung bezieht ihr Wasser aus unsauberen Quellen — dies fördert die Ausbreitung von Krankheiten“, ergänzte Sánchez-Montero.

Schutz der Zivilbevölkerung muss oberste Priorität werden

Wir fordern alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung während militärischer Operationen nicht länger als menschliche Schutzschilde einzusetzen. Die Rückkehr in befriedete Gebiete muss freiwillig und sicher sein.

Aktion gegen den Hunger in Brüssel vertreten

Wir sind mit einer Delegation in Brüssel vertreten, um die Geberländer für die besonderen Nöte der Menschen in Syrien zu sensibilisieren.

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