Eine Gruppe Menschen bespricht sich in Simbabwe auf einem Feld.

SIMBABWE

Nothilfe
Wirbelsturm Idai
Der tropische Wirbelsturm Idai hat im südlichen Afrika eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In Mosambik, Simbabwe und Malawi sind rund zwei Millionen Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Es fehlt an Trinkwasser, Lebensmitteln, Notunterkünften und Medikamenten.
WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2002

Mitarbeiter*innen:  5

Bevölkerung:  16,5 Mio.

Erreichte Menschen 2018:  3.364

Unterernährungsrate:   46,6%

Der Binnenstaat im Süden Afrikas leidet unter einer äußerst schwachen Wirtschaft mit einer Arbeitslosenquote von über 80 Prozent. Zudem zählt Simbabwe zu den Ländern, die weltweit am stärksten von dem Klimaphänomen El Niño betroffen sind. Die Auswirkungen auf die Ernten sind verheerend.

Wie ist die Situation in Simbabwe?

Simbabwe hat großes wirtschaftliches Potential: Bis Anfang der 2000er Jahre war das Land eine wichtige Exportkraft landwirtschaftlicher Güter. Zudem verfügt es über wertvolle Bodenschätze. Doch die unter dem autoritären Regime Mugabes betriebene Misswirtschaft zwang die Ökonomie des Landes in die Knie und führte zu einer Hyperinflation.
Das Klimaphänomen El Niño verursachte 2016 die schlimmste Dürre seit 35 Jahren. Von den Ernteausfällen waren 2017 allein in Simbabwe 4,4 Millionen Menschen betroffen. Das Land rief daraufhin den Katastrophenzustand aus.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Simbabwe?

Rund 50 Millionen Menschen im südlichen Afrika hatten infolge der historischen Dürre nicht genug zu Essen. Die chronische Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren liegt in Simbabwe heute bei fast einem Drittel. Da nur etwa 23 Prozent der Einwohner*innen in ländlichen Gebieten ausreichend Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung haben, sind diese Regionen besonders gefährdet für den Ausbruch von Krankheiten. Immer wieder kommt es zu Ausbrüchen von Cholera. Infolge einer verheerenden Epidemie im Jahr 2008 erkrankten 100.000 Menschen – über 4.000 starben.
Auch Gewalt gegenüber Frauen ist ein enormes Problem in Simbabwe. Statistiken zufolge wird jedes dritte Mädchen im Laufe ihrer Jugend Opfer von Gewalt. Gleichzeitig gibt es nahezu keine öffentlichen Dienste, die seelisch und körperlich versehrten Menschen helfen.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Simbabwe?

Aktion gegen den Hunger ist seit 2002 in Simbabwe vor Ort. Unsere Teams in den Regionen Gutu, Meberengwa, Shamva und Makoni arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern. Als Reaktion auf die schwere Dürre im Jahr 2016 haben wir integrierte Ernährungs-, Wasser- und Sanitärversorgungs- sowie Hygieneprogramme entwickelt.

  • Unsere Teams diagnostizieren Mangelernährung und behandeln akut mangelernährte Kinder.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung indem wir Brunnen und Latrinen bauen.
  • Zudem verteilen wir Hygiene-Kits und schulen Gesundheitspersonal rund um das Thema Hygiene.
  • Wir vergeben Lebensmittelgutscheine, um die Ernährungssituation der Familien zu verbessern.
  • Unser Forschungsprojekt „Cultivate Africa“ zielt darauf ab, die Verschmutzung von Mais durch das Schimmelpilzgift Aflatoxin zu senken, sodass in Zukunft weniger Menschen erkranken.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

29. OKTOBER 2019
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