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Hunger

© Vojta Vancura

Akute Mangelernährung ist die weltweit größte Bedrohung für das Überleben von Kindern. 50 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden unter akuter Mangelernährung, davon 16 Millionen sogar unter schwer akuter Mangelernährung. Jedes Jahr sterben drei Millionen Kinder durch Mangelernährung oder ihre Folgen.

Doch es gibt Lösungen: Mangelernährung ist vorhersehbar, vermeidbar und lässt sich behandeln. Der Kampf gegen den weltweiten Hunger ist bezahlbar. Kein Kind müsste an Hunger sterben.

Über Mangelernährung

Akute Mangelernährung

Akute Mangelernährung tritt ein, wenn dem Körper nicht genug Nahrung zugeführt wird und er seine Energiereserven verbraucht: Der Körper beginnt, auf der Suche nach Nährstoffen und nach überlebenswichtiger Energie, sein eigenes Gewebe zu verbrauchen, beginnend mit Muskeln und Fett. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel des Körpers, die Temperaturregelung wird gestört, die Nierenfunktion beeinträchtigt und das Immunsystem funktioniert nur noch eingeschränkt. Je größer der Verlust an Muskelmasse und anderem Gewebe ist, desto größer wird die Gefahr für das Überleben. 

Leichte akute Mangelernährung

Bereits bei einer leichten akuten Mangelernährung besteht ein erhöhtes Sterberisiko, weil schwerwiegende Mangelerscheinungen das Immunsystem schädigen und eine gesteigerte Anfälligkeit für Krankheiten auslösen. Zu diesen Mangelerscheinungen gehören Anämie (durch Eisenmangel), Kropf (durch Jodmangel), Xerophtalmie (durch Mangel an Vitamin A) sowie Skorbut, Pellagra, Beriberi (durch Mangel an Vitamin B) und Rachitis (Mangel an Vitamin D).

Schwere akute Mangelernährung

Die schwere Form akuter Mangelernährung kann bei Nichtbehandlung tödliche Folgen haben. Schwere akute Mangelernährung betrifft etwa 19 Millionen Kinder weltweit und verursacht jährlich den Tod von einer Million Kinder unter fünf Jahren. Diese Todesfälle sind umso tragischer, weil schwere akute Mangelernährung vorhersehbar, vermeidbar und behandelbar ist. Die Krankheit kann eine von zwei Formen annehmen: schwerer Muskelschwund oder Kwashiorkor. Kinder mit schwerem Muskelschwund sehen aus wie vorzeitig gealtert. Ihre Körper – oft nicht viel mehr als ein Gerippe – sind extrem dünn durch den massiven Verlust an Fett und Gewebe. Die zweite Form ist Kwashiorkor, die von Ödemen (geschwollenem Gewebe) auf Armen, Beinen und Gesicht des Kindes gekennzeichnet ist. Das Gesicht des Kindes erscheint oft voll, trotz der Mangelernährung.

Erfahren Sie hier, was die Ursachen von Hunger sind.

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