Mann in Nepal trägt Krug.

Not- und Katastrophenhilfe

Von verheerenden Naturkatastrophen über Konflikte bis hin zu Krankheitsausbrüchen oder Hungersnöten: Menschen in Not brauchen umgehend Hilfe. Aktion gegen den Hunger ist mit seinen Teams weltweit aktiv, um lebensrettende Nothilfe zu leisten. Wir lassen die notleidende Bevölkerung nicht im Stich.

Nothilfe: Weil jede Minute zählt

Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben und Wirbelstürme treten plötzlich auf und haben verheerende Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung. Es muss schnell reagiert werden, um den Menschen in Not beizustehen, Leben zu retten und Leid zu lindern. Darum sind unsere Notfall-Teams an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Sobald die Entscheidung getroffen wurde, dass wir einen Nothilfeeinsatz starten, werden unsere Notfall-Teams mobilisiert und losgeschickt. Wir haben Lager mit lebenswichtigen Vorräten an strategisch wichtigen Orten, um Menschen schnell mit den benötigten Hilfsgütern zu versorgen.
   
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es eine Zunahme humanitärer Krisen gibt. Jede Einzelne hat verheerende Auswirkungen auf die betroffenen Frauen, Männer und Kinder. Wir leisten lebenswichtige Nothilfe in den Bereichen Ernährungssicherheit, Wasser und Hygiene sowie Abwasserentsorgung. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Frauen, Kinder und ältere Menschen, da diese meistens am verwundbarsten in Krisensituationen sind.

Die Phasen der humanitären Hilfe: Katastrophenvorsorge, Nothilfe & Wiederaufbau

Aktion gegen den Hunger ist in allen Phasen von Nothilfeeinsätzen aktiv. Sowohl in der direkten Soforthilfe-Phase nach der Katastrophe, in der es darum geht, Leben zu retten und das Leid der betroffenen Bevölkerung zu lindern, als auch in der Wiederaufbau- und Rehabilitations-Phase, in der unter anderem die Wasser- und Stromversorgung instandgesetzt und Gebäude wieder aufgebaut werden. Damit Menschen in besonders gefährdeten Regionen auf Katastrophen vorbereitet sind, setzen wir außerdem Katastrophenvorsorge-Programme um. In allen drei Phasen der humanitären Hilfe arbeiten wir eng mit den lokalen Gemeinden, lokalen oder nationalen Regierungsvertretern und anderen Hilfsorganisationen zusammen.   

Katastrophenvorsorge: Handeln bevor die Katastrophe passiert

Katastrophenvorsorge zielt darauf ab, die Schäden und Folgen von Katastrophen zu minimieren, indem die Menschen besser auf die Gefahren vorbereitet sind. So analysieren wir die Risiken für bestimmte Regionen und die Bevölkerung und setzen Schutzmaßnahmen um, die die Folgen der Katastrophe eindämmen. Das führt zu einer Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber Krisen und Katastrophen.

Bei einem Fluss, der regelmäßig über die Ufer tritt und zu Überschwemmungen in den angrenzenden Gemeinden führt, sieht unsere Katastrophenvorsorge wie folgt aus:
Vorsorge: Wir installieren Frühwarnsysteme, messen den Wasserstand, verteilen Funkgeräte, damit rechtzeitig Alarm geschlagen werden kann und verhindern die Überschwemmung durch bauliche Maßnahmen.
Vorbereitung: Wir erarbeiten mit den Gemeinden Evakuierungspläne, damit die Menschen wissen, wie sie sich in Sicherheit bringen und schulen sie in Erster Hilfe, damit sie für den Notfall gerüstet sind.

Nothilfe in der Soforthilfephase

Im Falle einer Krise oder Katastrophe arbeiten wir eng mit lokalen Behörden, Gemeinden und Partnern zusammen, um den Notleidenden möglichst effizient zu helfen. Der Fokus in dieser Phase ist es, Leben zu retten und Leid zu lindern. So funktioniert unser Nothilfe-Reaktionsmechanismus:  

  1. Alarm: Der Alarm ist ausgelöst. Das Notfallhilfeteam und der Länderverantwortliche sammeln so viele Informationen wie möglich über das betroffene Gebiet, die Anzahl der Opfer, die Betroffenen, die Kapazitäten, die Institutionen und die in der Region aktiven humanitären Akteure.
  2. Schnelle Entscheidung: Das Notfallteam und unsere für die Region relevanten Entscheidungsträger werten die Informationen aus und entscheiden, ob Nothilfe bereitgestellt wird.
  3. Mobilisierung: Wenn die Situation einen Nothilfeeinsatz erfordert, werden die erforderlichen Mittel sofort mobilisiert. Die Organisation verfügt über finanzielle Ressourcen, die für solche Notfälle kurzfristig verwendet werden können. Darüber hinaus werden Partner, Unternehmen und Unterstützer*innen um Spenden für die entsprechende Katastrophe gebeten.
  4. Anreise: Das Team, die Ausrüstung und die Hilfsgüter werden in die Region geschickt.
  5. Schnelle Bedarfsermittlung: Informationen zu den Bedarfen werden gesammelt und mit den in der Region ansässigen Institutionen und humanitären Organisationen abgestimmt. Daraufhin wird das Einsatzgebiet festgelegt.
  6. Hilfsmaßnahmen: In der Regel bestehen die ersten Maßnahmen in der Errichtung von sauberen Wasserstellen, Notfalllatrinen, der Verteilung von Hygienesets und diversen Materialien wie z.B. Decken, Kanistern oder Küchenutensilien. Zudem werden Nahrungsmittel (Reis, Öl, Mais, Bohnen usw.) verteilt, die nach Möglichkeit in der nächstgelegenen Stadt oder auf dem lokalen Markt gekauft werden.

Der Fokus in der Soforthilfe-Phase liegt darauf, die Menschen mit dem Grundlegendsten auszustatten. Auch hier gibt es vorgeschriebene Standards:

  • Verfügbarkeit von mindestens 15 Liter Wasser pro Person und Tag
  • Bereitstellung von einer Latrine für 20 Personen
  • 2000 Kilokalorien pro Person und Tag

Die Hilfe nach der Katastrophe: Wiederaufbau und Rehabilitation

Monate nach der Katastrophe, wenn die Fernsehkameras schon nicht mehr vor Ort sind, bleibt noch viel zu tun, um wieder stabile Lebensumstände herzustellen. Zumeist ist die Infrastruktur, die Strom- und Wasserversorgung sowie ein Großteil der Gebäude zerstört. All dies muss wiederaufgebaut oder instandgesetzt werden. Der Wiederaufbau kann einige Monate bis hin zu mehreren Jahren dauern. Aktion gegen den Hunger unterstützt beim Wiederaufbau der Infrastruktur aber insbesondere auch der sozialen Strukturen, wie dem Gesundheitssystem, und hilft Menschen, die durch Krieg oder Naturkatastrophen alles verloren haben.

Was für Katastrophen gibt es?

Naturkatastrophen

Eine Naturkatastrophe wird ohne Zutun des Menschen, durch extreme Naturereignisse ausgelöst. Diese haben auf die Bevölkerung verheerende Auswirkungen.

Gewalt & Konflikte

Gewalt führt zu massiven Vertreibungen und Flucht von Menschen. Zudem werden Lebensgrundlagen zerstört, Märkte brechen zusammen und Preise für Lebensmittel steigen in schwindelerregende Höhen.

Krankheiten & Epidemien

Nur sofortige Nothilfe kann Krankheiten stoppen, die sich rasch und massiv in einer Bevölkerungsgruppe ausbreiten und die öffentliche Gesundheit bedrohen.

Schleichende Krisen

Bei schleichenden Krisen handelt es sich um Katastrophen, die sich über einen längeren Zeitraum anbahnen und zu einer anhaltenden Notlage der Bevölkerung führen.

26. APRIL 2019
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