katastrophenvorsorge_in_bangladesch

Katastrophenvorsorge

Trend: Naturkatastrophen häufiger und stärker

Wirbelstürme, Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen, Dürren und klimatische Veränderungen – der Klimawandel lässt Naturkatastrophen immer häufiger und intensiver auftreten. Oftmals fordern Naturereignisse wie Erdbeben oder Überschwemmungen unzählige Menschenleben und haben katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensgrundlage der Menschen. In den letzten zehn Jahren waren mehr als 2 Milliarden Menschen von Naturkatastrophen und deren Auswirkungen betroffen.

Was ist Katastrophenvorsorge?

Aktion gegen den Hunger führt weltweit in 30 Ländern Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge durch. Katastrophenvorsorge ist ein weit gefasster Begriff und beinhaltet die Reduzierung von Katastrophenrisiken, die Anpassung an den Klimawandel und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Menschen in gefährdeten Gebieten.  Bei der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels, überschneiden und ergänzen sich Vorsorgemaßnahmen methodisch mit unserer Arbeit in den Bereichen Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen.

Katastrophenvorsorge meint, Katastrophenrisiken frühzeitig zu erkennen, diese zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken setzen in der Regel vor dem Ereignis an, können aber auch während der Reaktions- und Erholungsphase ergriffen werden. Man unterscheidet drei Möglichkeiten, wie das Katastrophenrisiko reduziert werden kann:

  • Vorsorge umfasst alle Maßnahmen, die die Reaktionsfähigkeit einer Gemeinschaft gegenüber einer Katastrophe verbessern. (z.B. Ausbildung in Erster Hilfe, Einrichtung eines Frühwarnsystems, Erstellung von Evakuierungsplänen usw.)
  • Minderung umfasst alle Maßnahmen, die die Auswirkungen von Katastrophen begrenzen. Dazu gehören strukturelle (z.B. Deiche gegen Hochwasser, höhere Hausfundamente in Hochwassergebieten, Stärkung von Dächern gegen Hurrikane usw.) und nicht-strukturelle Maßnahmen (z.B. Vermittlung von Fachwissen über Katastrophenvorsorge, Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung, Produktion und Verteilung von entsprechenden Materialien usw.)
  • Prävention umfasst alle Maßnahmen, die das Eintreten einer potentiellen Katastrophe unwahrscheinlicher machen bzw. vermeiden (z.B. Umsiedlung von Gemeinden aus Risikobereichen, Bau von Kanälen zur Vermeidung saisonaler Überschwemmungen, Strengere Richtlinien zum Erdbebenschutz bei Baumaßnahmen usw.)

Um den spezifischen Bedarf an Vorsorgemaßnahmen in den Einsatzregionen einschätzen und planen zu können, führen wir zunächst Risikoanalysen durch. In den Planungsprozess werden die lokalen Gemeinschaften eingebunden. Gemeinsam erarbeiten wir dann Strategien, um Menschen für den Ernstfall bestmöglich zu wappnen und alle nötigen Vorkehrungen zu treffen, das menschliche Leid nach einer Katastrophe in Grenzen zu halten.

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30. APRIL 2019
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