Frau mit ihren Kindern in Kenia.

KENIA

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2002

Mitarbeiter*innen:  51

Bevölkerung:  49,7 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  129.374

Unterernährungsrate:   24,2%

Im ost- und zentralafrikanischen Vergleich ist Kenia eines der wirtschaftlich stärksten Länder. Es verfügt über einen ausgeprägten landwirtschaftlichen Sektor. Die Einkommensverhältnisse sind ungleich verteilt, viele Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze und der Zugang zu ärztlicher Versorgung ist extrem begrenzt. Gesundheitliche Risiken wie Mangelernährung, Malaria und verschmutztes Trinkwasser gefährden das Leben vieler Menschen.

Wie ist die Situation in Kenia?

In Folge der Präsidentschaftswahlen kam es im Jahr 2007 zu einem Gewaltausbruch, der 1.300 Menschenleben forderte und über 500.000 Kenianer*innen aus ihrer Heimat vertrieb. Seither belasten anhaltende politische Konflikte die Bevölkerung. Hinzu kommen hunderttausende Geflüchtete, die vor der Gewalt in Somalia, im Südsudan oder Äthiopien nach Kenia fliehen müssen. Die kenianische Regierung hat enorme Schwierigkeiten damit, diese zusätzlichen Menschen zu versorgen. In Dadaab, einem Camp für Menschen auf der Flucht, lebten zeitweise eine halbe Million Personen unter prekären Bedingungen. Derzeit leben dort etwa 250.000 Geflüchtete ohne Arbeit, mit eingeschränktem Zugang zu Nahrung sowie schlechter medizinischer Versorgung – ohne Perspektive. Zudem plagen wiederkehrende Naturkatastrophen das Land.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Kenia?

Von den knapp 50 Millionen Kenianer*innen leben rund 80 Prozent in ländlichen Gebieten und sind abhängig von den eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Dürre und Überschwemmungen bedrohen jedoch jedes Jahr die Ernten und den Zugang zu sauberem Wasser. Aufgrund des Klimawandels treten Dürre und saisonale Überschwemmungen immer häufiger auf. Davon betroffen sind besonders arme Bäuer*innen, die sich und ihre Familien selbst versorgen. Im Jahr 2017 führte erneut eine Dürre zu schlechten Ernten, Viehverlust, steigenden Lebensmittelpreisen und Trinkwasserknappheit. Die traurige Folge: Mehr als 300.000 Kinder waren akut unterernährt. Millionen Menschen in Kenia sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Noch immer leben viele Frauen, Männer und Kinder in Armut.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Kenia?

Aktion gegen den Hunger ist seit 2002 in Kenia aktiv. Unsere Teams vor Ort arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • In Isiolo konnten wir 36.000 Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen und stillende Mütter flächendeckend mit zusätzlichen Nahrungsmitteln versorgen, um Hunger und Mangelernährung vorzubeugen.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung und wirken so der Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera entgegen.
  • Wir geben Barmitteltransfers und Lebensmittelgutscheine aus, um schnellstmöglich und effektiv auf akute Nahrungsmittelknappheit reagieren zu können.
  • Durch Frühwarnsysteme stärken wir die Widerstandsfähigkeit von lokalen Gemeinden, die besonders durch Dürre und Ernährungsunsicherheit gefährdet sind. Dabei arbeiten wir eng mit Regierungsinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

24. APRIL 2019
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