Mitarbeiter im Südsudan fordern keine Gewalt gegen Helfer.

Wir fordern: Kein Mensch darf Ziel von Gewalt sein!

Weltweite Krisen bringen Humanitäre Helfer in Gefahr

Selten war die Gefahr für humanitäre Helferinnen und Helfer so groß wie heute. „Ausgerechnet dort, wo die meiste Unterstützung nötig ist, müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich um ihr Leben bangen. Das betrifft insbesondere Syrien, den Jemen und Afghanistan, aber auch Somalia und den Südsudan“, sagt Jan Sebastian Friedrich-Rust, Executive Director von Aktion gegen den Hunger. In den genannten fünf Ländern wurden 2016 die meisten Angriffe auf Helferinnen und Helfer von Nichtregierungsorganisationen verzeichnet. Weltweit hat sich die Zahl der Vorfälle innerhalb von zehn Jahren verdreifacht.

Ein Recht auf Leben in Würde

„Wir setzen uns für ein Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen ein und fordern die Konfliktparteien dazu auf, das Humanitäre Völkerrecht zu respektieren und einzuhalten. Alle Menschen haben das Recht auf ein Leben in Würde. Dafür brauchen sie sicheren Zugang zum Lebensnotwendigsten“, so Friedrich-Rust anlässlich des Welttages der Humanitären Hilfe am 19. August. Kriegerische Auseinandersetzungen sind eine der Hauptursachen für Hungerkrisen. Allein im Südsudan haben derzeit etwa sechs Millionen Menschen nicht genug zu essen und sind auf Hilfe von außen angewiesen.

Weitere Hungerkrisen zeichnen sich ab

Auch in der Demokratischen Republik Kongo und in der Zentralafrikanischen Republik sind Konflikte ausgebrochen, die das Erreichen bestimmter Regionen fast unmöglich machen. Hilfsorganisationen mussten sich teilweise zurückziehen. Das Risiko, dass Menschen verhungern, steigt in beiden Ländern erheblich.

Trauer um getötete Mitarbeiter

„In den kommenden 15 Jahren müssen wir mit vielen weiteren Krisen und Naturkatastrophen rechnen. Auch Migration und Ungleichheit werden zunehmen“, sagte Friedrich-Rust. Aktion gegen den Hunger ruft die Internationale Gemeinschaft dazu auf, Hilfskräfte besser zu schützen und Angriffe juristisch zu verfolgen. Vor elf Jahren waren bei einer Attacke in Sri Lanka 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Aktion gegen den Hunger getötet worden. Die Tat wurde bis heute nicht geahndet.

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