Aktion gegen den Hunger hilft Notleidenden durch den harten Winter im Libanon

Flüchtlingscamps im Libanon: Winter bringt Fieber, Grippe und Lungenentzündungen

Stürme haben verheerende Auswirkungen

„Viele Flüchtlinge sind durch die harschen Witterungsbedingungen in der Bekaa-Ebene an Lungenentzündung, Fieber und Grippe erkrankt“, sagte Beatriz Navarro, Landesdirektorin von Aktion gegen den Hunger Libanon. Besonders schwierig ist die Situation für Kinder und ältere Menschen, da ihr Immunsystem schwächer und somit anfälliger für Krankheiten ist. Überschwemmungen, kontaminiertes Wasser und die unzureichende sanitäre Infrastruktur, sind eine sehr große Gefahr für die Gesundheit der Menschen im Lager.

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Provisorische Camps halten den Wassermassen nicht stand

Die Entwässerungskanäle in den Flüchtlingslagern wurden nicht tief genug gegraben und sind den Wassermassen, welche die Winterstürme mit sich brachten, nicht gewachsen. „Wir kämpfen an vielen Fronten gleichzeitig. Wir pumpen das Wasser ab und versuchen zu verhindern, dass die überfluteten Gebiete mit Abwasser kontaminiert werden“, sagte Navarro. „Das Sanitär- und Abwassersystem in den Flüchtlingssiedlungen war nur als Übergangslösung gedacht. Nun wird es seit fast acht Jahren von 350.000 syrischen Flüchtlingen genutzt“, so Navarro weiter.

So hilft Aktion gegen den Hunger in den betroffenen Gebieten

Unsere Teams vor Ort arbeiten Hand in Hand mit den betroffenen Gemeinden. Wir versuchen die Folgen der Kältewelle einzudämmen und helfen dabei, die Lager besser gegen künftige Stürme zu schützen. „Die provisorischen Unterkünfte in den Flüchtlingslagern haben durch die Stürme stark gelitten und die Dächer halten den Schneemassen kaum stand", sagte Marcial Rodríguez, Koordinator von Aktion gegen den Hunger in der Bekaa-Ebene. „Wir verteilen Plastikplanen an die Familien, damit sie ihre Zelte besser gegen den Wind schützen können." Zudem erhalten die Notleidenden Matratzen, Decken, Hygieneartikel, wärmende Kleidung und Schneeschippen.

Aktion gegen den Hunger ist seit 2006 im Libanon und kümmert sich seit 2011 insbesondere um die zahlreichen syrischen Flüchtlinge, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet sind.

7. FEBRUAR 2019
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