Jemen: Die Situation in zahlreichen Dörfern ist kritisch

Am Ende der Straße, die die Orte al-Hudaida und Hayis miteinander verbindet, führt ein Sandweg bis zu einer Häusergruppe. Auf dem Platz zwischen den Häusern stehen einige Bäume, ein Brunnen und ein riesiger Wassertank für 10.000 Liter Wasser. „Zweimal am Tag können die 120 Familien aus dem Dorf hier Wasser holen“, erklärt Ibrahim, Direktor der Schule und Mitglied des lokalen Rats, der für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen verantwortlich ist.

Neben dem Wassertank, den Aktion gegen den Hunger errichtet hat, steht das alte Wasserbecken. „Es gab zu viele Löcher im alten Becken. Wir haben Wasser verloren. Wir mussten lange warten, bis alle genug Wasser hatten. Vor allem gab es viele Fälle von Malaria und Durchfall in unserem Dorf. Seitdem wir den neuen Tank haben, gibt es diese Krankheiten kaum noch und alle haben Zugang zu ausreichend Wasser“, berichtet Ibrahim.

Jemen Aktion gegen den Hunger
Die Schule, in der Ibrahim unterrichtet, ist noch in Betrieb. Doch viele andere Schulen wurden von den Huthis, einer der Bürgerkriegsparteien im Jemen, in Kasernen umgebaut. Aufgrund dessen wurden viele der Schulen von der Islamischen Koalition im Kampf gegen die Huthis bombardiert.

„Viele Menschen, die hier wohnen, sind Fischer. Doch nach Beginn des Krieges wurde alles kompliziert.“ Auf dem Weg zum Hafen wurden die Menschen oft angehalten. Sie konnten nicht mehr mit ihren Booten hinausfahren und verloren ihre Lebensgrundlage. Diejenigen, die das Meer erreichen, fahren nicht mehr weit hinaus, da Flugzeuge das Gebiet permanent überfliegen. „Wir hatten vor dem Krieg nicht viel, doch jetzt ist das Leben noch schwieriger geworden“, erklärt Ibrahim.

Aktion gegen den Hunger in Jemen

Fotos: Florian Seriex

20. JULI 2017
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