Helferin von Aktion gegen den Hunger hört Mutter mit ihren Kindern zu.

Psychosoziale Hilfe

Was ist psychosoziale Hilfe?

In vielen Regionen der Welt erleiden Menschen durch Gewalt, Konflikte, Naturkatastrophen oder politische Verfolgung traumatische Erlebnisse. Diese lebensverändernden Einschnitte können dazu führen, dass Frauen, Männer und Kinder psychische Probleme wie Traumata, Depressionen, posttraumatischen Stress, Schlafprobleme oder Verlustängste entwickeln.

Mit unseren Programmen unterstützen wir Betroffene dabei, erlebte Extremsituationen zu verarbeiten, kritische Ereignisse aufzuarbeiten und somit das Risiko für langfristige posttraumatische Belastungsstörungen zu verringern. Psychosoziale Unterstützung zielt folglich darauf ab, traumatisierten Menschen zu helfen, wieder ein eigenständiges Leben zu führen – frei von Ängsten, gesundheitlichen Einschränkungen oder emotionalen Belastungen. Denn materielle Hilfe reicht oftmals nicht aus, um nach akuten und einschneidenden Ereignissen wieder zur Normalität zurückzukehren.

Psychosoziale Probleme und Hunger

Mangelernährung und psychosoziale Probleme hängen eng miteinander zusammen. Erleiden Eltern ein Trauma, kann das dazu führen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, zur Arbeit zu gehen und sich um die Kinder oder sich selbst zu kümmern. Da hat zur Folge, dass die Haupteinnahmequelle wegbricht. Folglich können keine Nahrungsmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs mehr beschafft werden. Die Familie kann sich nicht ausreichend selbst versorgen, was zu Hunger und Mangelernährung führt. Wie auf einer Abwärtsspirale verschlechtert sich die Situation immer weiter.

Unsere Programme zur seelischen Hilfe

Um auf die Bedürfnisse von traumatisierten Menschen einzugehen, haben wir systematisch Maßnahmen zur psychosozialen Unterstützung in unsere Hilfsprogramme aufgenommen. So bieten wir Einzelsitzungen und Gruppengesprächssitzungen mit Fachpersonal an. Während die Einzelgespräche ermöglichen, individuell auf die Betroffenen einzugehen, haben Teilnehmer der Gruppensitzungen die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und sich über das Erlebte, ihre Gefühle oder Ängste austauschen. Das hilft auch dabei, das Stigma, das oft mit einem Trauma einhergeht, zu verringern. Oftmals finden die Gruppensitzungen nach Alter und Geschlecht getrennt statt.
Speziell für Jungen und Mädchen bieten wir kindgerechte Räume, in denen die Kleinen spielerisch unter fachlicher Betreuung das Erlebte verarbeiten und aufarbeiten können. Im Jahr 2017 haben wir 1,5 Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit unseren Maßnahmen zur psychosozialen Hilfe erreicht.

23. APRIL 2019
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