Mädchen in Liberia vor einer provisorischen Hütte.

LIBERIA

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1990

Mitarbeiter*innen:  22

Bevölkerung:  4,7 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  53.583

Unterernährungsrate:   38,8%

Liberia ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt. Armut, Krankheit und Hunger sind das traurige Ergebnis von 14 Jahren Bürgerkrieg. Dieser Zustand hat das Land tief gespalten. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze und müssen ihren Lebensunterhalt mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag bestreiten. Rund 20 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.

Wie ist die Situation in Liberia?

Im Jahr 2003 endete der 14-jährige Bürgerkrieg in Liberia. Er forderte mehr als 270.000 Menschenleben, vertrieb 500.000 Frauen, Männer und Kinder und zerstörte weite Teile der Infrastruktur und Wirtschaft des Landes. Auch die Gesundheits- und Bildungssysteme brachen in Folge des Konflikts zusammen. Nachdem 2006 Ellen Johnson Sirlead in Liberia als erste Frau zur Präsidentin eines afrikanischen Landes gewählt wurde, schöpften die Menschen neue Hoffnung. Im März 2014 erschütterte ein Ebola-Ausbruch das Land: Mehr als 10.000 Menschen infizierten sich mit dem Virus, fast 5.000 starben.
Heute arbeitet das Land auf einen Neubeginn hin. Allerdings ist die Regierung unter dem amtierenden Präsidenten George Weah bislang nicht in der Lage, die grundlegende Versorgung der Menschen in allen humanitären Bereichen zu gewährleisten.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Liberia?

Momentan erholt sich das Land von der Ebola-Epidemie, welche die Ineffektivität des desolaten Gesundheitssystems deutlich werden ließ. Es fehlt an qualifiziertem Personal, medizinischen Geräten und Medikamenten. Malaria ist die häufigste Todesursache, gefolgt von Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen. Außerdem machen die wirtschaftliche Ungleichheit und die systematische Korruption Liberia weiterhin anfällig für humanitäre Krisensituationen. Die Rate chronischer Mangelernährung ist mit 32 Prozent eine der höchsten der Welt.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Liberia?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1990 in Liberia aktiv. Unsere Teams in den Regionen Monrovia und Bomi arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • 2017 haben wir im Rahmen unseres post-Ebola Programms 5.000 Betroffenen durch Ernährungssicherung und psychosozialer Betreuung helfen können.
  • Unsere Teams unterstützen das örtliche Gesundheitssystem bei der Untersuchung und Behandlung akuter Mangelernährung und kümmerten sich 2017 um mehr als 3.600 schwer unterernährte Kinder.
  • Um die Hygienesituation zu verbessern und dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen, verteilen unsere Teams Hygiene-Sets und richten neue Latrinen und Wasserstellen ein, insbesondere in Schulen und Gesundheitszentren.
  • Um die bestehenden Gesundheitsstrukturen aufrechtzuerhalten, schulen wir Personal in den Gemeinden.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

24. APRIL 2019
NEWSLETTER ABONNIEREN

Abonnieren Sie jetzt unseren E-Mail-Newsletter und erhalten regelmäßig und kostenlos Informationen aus erster Hand!

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN

Abonnieren Sie jetzt unseren E-Mail-Newsletter und erhalten regelmäßig Informationen aus erster Hand!