Frau in Sierra Leone betätigt Wasserpumpe.

SIERRA LEONE

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
Katastrophenvorsorge Katastrophenvorsorge
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1991

Mitarbeiter*innen:  169

Bevölkerung:  7,56 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  139.931

Unterernährungsrate:   25,5%

Das Land in Westafrika war gerade dabei, sich von den Folgen des langjährigen Bürgerkriegs zu erholen, als im Jahr 2014 eine verheerende Ebola-Epidemie ausbrach. Zudem wurde die Hauptstadt Freetown im August 2017 von einer Überschwemmung und einer Schlammlawine verwüstet. Nun führt der Human Development Index Sierra Leone auf Platz 184 von 189 — damit zählt das Land zu den ärmsten der Erde.

Wie ist die Situation in Sierra Leone?

Zwischen 1991 und 2002 war Sierra Leone in einen grausamen Bürgerkrieg verwickelt, der zwei Millionen Menschen vertrieb und über 50.000 Todesopfer forderte. Die Folgen des Konflikts sind noch heute deutlich in der Gesellschaft spürbar. Viele Menschen sind aufgrund der Ereignisse traumatisiert. Kriegsversehrte und Waisen versuchen verzweifelt, ihr Leben wieder auf eine sichere Basis zu stellen. Insbesondere Kinder hatten unter dem Krieg zu leiden: Sie wurden zu Tausenden als Kindersoldaten missbraucht. Auf das Ende des Konflikts im Jahr 2002 folgte eine Phase relativer Stabilität. Endlich konnte das Land wirtschaftliche und humanitäre Fortschritte verzeichnen. Doch im Jahr 2014 wurde das fragile Gesundheitssystem von einem Ebola-Ausbruch überwältigt. Dieser kostete 4.000 Menschen das Leben. Dann, nach den Verwüstungen im Jahr 2017, stieg die Inflation signifikant an. Viele Menschen konnten sich in der Folge keine regelmäßigen Mahlzeiten mehr leisten.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Sierra Leone?

Chronische Mangelernährung ist nach wie vor eines der größten Probleme im Land. Fast ein Drittel der Bevölkerung ist infolge von Mangelernährung körperlich unterentwickelt. Fast 30 Prozent der Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sogar 80 Prozent leben ohne sanitäre Anlagen wie Latrinen. Obwohl Sierra Leone Ende 2015 für „Ebola-frei“ erklärt wurde, bleiben die Schwachstellen im Gesundheitssystem weiterhin bestehen.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Sierra Leone?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1991 im Sierra Leone aktiv. Unsere Teams in den Regionen Freetown und Moyamba arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • In akuten Krisensituationen leisten unsere Teams Nothilfe.
  • Wir setzen in zahlreichen Gesundheits- und Behandlungszentren Projekte gegen Mangelernährung um: Wir verteilen Lebensmittel, diagnostizieren Mangelernährung und behandeln akut mangelernährte Kinder.
  • Um die Hygienesituation zu verbessern und dem Ausbruch von Krankheiten wie Ebola vorzubeugen, verteilen unsere Teams Hygiene-Sets, führen Schulungen durch und richten neue Latrinen und Wasserstellen ein.
  • Wir leisten psychosoziale Betreuung für Kinder, Mütter, Kriegsopfer und Vertriebene.
  • Wir schulen Gesundheitspersonal, wie  Hebammen und Krankenpfleger*innen und tragen somit zur Stärkung des Gesundheitssystems bei.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

25. APRIL 2019
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