Menschen im Südsudan arbeiten auf einem Feld.

SÜDSUDAN

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Öffentlichkeitsarbeit Öffentlichkeitsarbeit
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1985

Mitarbeiter*innen:  311

Bevölkerung:  14,3 Mio.

Erreichte Menschen 2018:  302.117

Unterernährungsrate:   keine Daten

Seit der Südsudan im Jahr 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärte, kämpft das Land mit einer anhaltenden Notsituation und Entwicklungsproblemen. Gerade einmal zwei Jahre nach der Unabhängigkeit brachen erneut gewalttätige politische Auseinandersetzungen aus. Zehntausende Menschen wurden getötet und über 1,9 Millionen aus ihren Dörfern vertrieben. Das Land verfügt über große Ölreserven und ist eines der ertragreichsten landwirtschaftlichen Gebiete Afrikas. Trotzdem hat die Bevölkerung mit extremer Armut zu kämpfen. Insgesamt leidet ein Viertel der Südsudanesinnen und Südsudanesen Hunger. Doch es gibt auch Hoffnung für den jüngsten Staat der Welt: Das im September 2018 unterzeichnete Friedensabkommen bringt als Potential mit sich, dass zumindest die gewalttätigen Auseinandersetzungen ein Ende finden.

Was sind die Gründe für die humanitäre Krise im Südsudan?

Bewaffnete Konflikte beeinträchtigen das Leben im Südsudan. Aufgrund von Kämpfen flohen knapp zwei Millionen Menschen in Nachbarstaaten. 1.9 Millionen sind Binnenvertriebene. In den Gemeinden, in denen die Geflüchteten Zuflucht gefunden haben, werden die Ressourcen zunehmend knapp. Naturkatastrophen sowie der Konflikt mit dem Nachbarland Sudan treiben die Nahrungsmittelpreise in die Höhe und vergrößern die Not der Familien. Die trockene Jahreszeit, in der nur eine geringe oder gar keine Ernte zu erwarten ist, verschärft die Lage im Südsudan weiter. Viele Familien verlieren ihre Existenzgrundlage und können sich nicht ausreichend ernähren.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen im Südsudan?

Anhaltende Konflikte, schlechte Ernten, der Mangel an Nahrungsmitteln und kaum Regen führen zu einer akuten Unterernährung der südsudanesischen Bevölkerung. Im Februar 2017 wurde in zwei Bezirken des Bundesstaates Unity die Hungersnot ausgerufen. Rund 100.000 Menschen verhungerten. Fast die Hälfte der Bevölkerung war einer akuten Ernährungsunsicherheit ausgesetzt.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger im Südsudan?

Bereits seit 1985 ist Aktion gegen den Hunger im heutigen Südsudan im Einsatz. Im Jahr 2017 konnten die Teams 313.250 Menschen helfen:

  • Wir behandeln Mangelernährung.
  • Wir schulen Mütter und Freiwillige darin, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und dagegen vorzugehen.
  • Wir geben Schulungen zu Ernährungstechniken in Krisenzeiten und über die Bedeutung und Wichtigkeit von Hygienemaßnahmen.
  • Durch neue Brunnen und reparierte Pumpen stellen wir ausreichend sauberes Trinkwasser bereit. So ermöglichen wir Wege aus der chronisch unsicheren Versorgungslage der Region.
  • Darüber hinaus bauen wir gemeinsam mit den Gemeinden Latrinen und geben Hygieneschulungen, um den Kreislauf zwischen wasserbasierten Krankheiten und Mangelernährung zu durchbrechen.
  • Unsere Notfallteams reisen in die entlegensten Gebiete des Landes, um die Bedürfnisse der Menschen und der am schwersten von Mangelernährung betroffenen Regionen zu identifizieren. Diese Daten dienen als Grundlage dafür, die Hilfe der internationalen Gemeinschaft zur Lösung der Nahrungsmittelkrise im Südsudan effektiv einsetzen zu können.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

29. OKTOBER 2019
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