Tschad

Welthunger-Index
Sehr ernst
Bevölkerung 
14,5 millionen
Unser Team 
314 Mitarbeiter
Hilfsempfänger
313.250 Menschen haben wir 2017 geholfen

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Die Republik Tschad ist seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1960 politisch instabil und den sozialen Unruhen und Konflikten in ihren Nachbarländern ausgesetzt. Daraus folgen strukturelle Armut, eine instabile Regierung und die schwierige humanitäre Lage. Gleichzeitig kommen immer mehr Geflüchtete aus den Nachbarländern, vor allem der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria und dem Südsudan, weshalb humanitäre Hilfe noch stärker gebraucht wird.

Auch Naturkatastrophen tragen zur Not bei. Die Menschen in der trockenen Sahelregion leiden in Zeiten der „Hungermonate“ zwischen den Ernten regelmäßig unter Mangelernährung und der unsicheren Versorgungslage. Das Jahr 2010 war besonders schwierig: Zu wenig Regen und nutzbares Ackerland, kein sauberes Wasser und die unzureichende Gesundheitsversorgung führten dazu, dass sich zwei Drittel der Familien nicht ausreichend ernähren konnten. Eines von vier Kindern im westlichen Tschad litt unter schwerer Mangelernährung.

Was wir tun:

Aktion gegen den Hunger arbeitet seit 1982 im Tschad. Unsere Arbeit ist Teil einer umfassenden Strategie in der gesamten Sahelzone, die einerseits Nothilfe in Krisensituationen, wie Hungersnöte, Naturkatastrophen oder auch Epidemien umfasst, zum anderen langfristige Maßnahmen, um die Resilienz der Bevölkerung zu stärken.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behandeln sowohl Betroffene gesundheitlich, fördern aber auch das Gesundheitssystem auf lokaler und nationaler Ebene, da nur durch diesen integrierten Ansatz die chronische Mangelernährung im Land wirksam bekämpft werden kann. Dabei müssen auch die speziellen Bedürfnisse der nomadischen Bevölkerung beachtet werden, die wir durch mobile Gesundheitsteams erreichen. So bekämpfen wir Mangelernährung und sorgen dafür, dass vor allem Kleinkinder überleben.

Im Bereich Lebensgrundlagen helfen die Programme von Aktion gegen den Hunger die Nahrungsmittelsicherheit der ländlichen Bevölkerung zu verbessern. Wir führen sektorübergreifende Maßnahmen durch, um die landwirtschaftliche Produktion und Viehzucht zu fördern. Außerdem haben wir ein Notfallprogramm ins Leben gerufen, um die Ernährungssicherheit zwischen den Ernteperioden durch saisonale Geldtransfers und die Verteilung von Lebensmitteln zu gewährleisten. Wir versorgen Bauern mit Geräten und erklären ihnen, wie sie ihre Erträge steigern können.

Zusätzlich unterstützen wir Frauen im Arbeitsleben und bilden sie so aus, dass sie etwa Kleinbetriebe führen können. Ziel unserer Aktivitäten ist es, die Menschen im Tschad dauerhaft widerstandsfähig gegen Ernährungsunsicherheit zu machen, damit zukünftige Hungersnöte vermieden werden. Im letzten Jahr unterstützten unsere Programme mehr als 580.000 Menschen.

Als Antwort auf die Flüchtlingskrise in der Zentralafrikanischen Republik wurde im Jahr 2014 ein Camp in N’djamena in Gaoui gegründet sowie sektorübergreifende Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, psychologische Betreuung sowie Bildungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge eingeführt. Als Reaktion auf die wachsende Zahl mangelernährter Kinder haben wir unsere Ernährungsprogramme nochmals intensiviert. Zusätzlich zu unseren 30 Ernährungszentren betreuen wir zehn weitere Gesundheitszentren in Gebieten mit alarmierenden Zahlen zu Mangelernährung.

149.166
Menschen haben Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen erhalten 
108.415
Menschen haben Nahrungsmittel erhalten 
55.669
Menschen konnten ihre Lebens­grundlagen auf eine sichere Basis stellen

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