Frauen im Tschad laufen durch den Sand.

TSCHAD

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1982

Mitarbeiter*innen:  302

Bevölkerung:  14,9 Mio.

Erreichte Menschen 2019:  579.092

Unterernährungsrate:   39,7 %

Die Republik Tschad ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1960 ist das Land politisch instabil und beeinflusst durch die sozialen Unruhen und Konflikte in den Nachbarländern. Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt, obwohl Erdölvorkommen zu einem Wirtschaftsaufschwung führten. Die Arbeitslosenquote ist hoch. Die Gesundheitsversorgung unzureichend und die Bildungschancen sind niedrig.

Wie ist die Situation im Tschad?

Viele Faktoren sind für die kritische Lage im Tschad verantwortlich: Eine hohe Kindersterblichkeitsrate, Nahrungsmittelunsicherheit, Krankheiten wie Cholera oder Hepatitis E und Sicherheitskrisen. Zudem ist das Land von den regionalen Konflikten in Nachbarländern betroffen.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen im Tschad?

Der Tschad ist geprägt von struktureller Armut, einer instabilen Regierung und einer schwierigen humanitären Lage. Gleichzeitig kommen immer mehr Geflüchtete aus angrenzenden Staaten wie der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria und dem Südsudan in das Land. Auch Naturkatastrophen tragen zur Not bei: Die Menschen in der trockenen Sahelregion leiden zwischen den Ernten regelmäßig unter Mangelernährung und unsicheren Versorgungsbedingungen. Insbesondere die Bevölkerung der Region Lake, die an den Tschadsee grenzt, kann aufgrund der Sicherheitslage und des äußerst schwierigen Zugangs nur schwer mit Hilfsgütern erreicht werden.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger im Tschad?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1982 im Tschad aktiv. Einerseits unterstützen wir mit Nothilfemaßnahmen in Krisensituationen wie Hungersnöten, Naturkatastrophen oder Epidemien. Andererseits liegt unser Augenmerk auf langfristigen Maßnahmen:

  • Unsere Teams setzen Gesundheits- und Ernährungsprogramme für Kinder unter fünf Jahren sowie für stillende und schwangere Frauen um.
  • Wir unterstützen Frauen im Arbeitsleben und bilden sie aus, damit sie Kleinbetriebe aufbauen, führen und so für sich selbst sorgen können.
  • Im Bereich der politischen Öffentlichkeitsarbeit setzen wir Maßnahmen um, die dazu beitragen, die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung und entwickeln Programme für Nahrungsmittelsicherheit.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Menschen im Tschad dauerhaft widerstandsfähig gegen Ernährungsunsicherheit zu machen, damit zukünftige Hungersnöte vermieden werden.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

Wasser, Sanitär und Hygiene
69.192
Menschen haben Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen erhalten
Ernährung und Gesundheit
211.121
Menschen haben Nahrungsmittel erhalten
Lebensgrundlagen
70.333
Menschen konnten ihre Lebensgrundlagen auf eine sichere Basis stellen

Jetzt spenden und weltweit helfen

Neben Spenden finanziert sich unsere Arbeit auch durch Förderungen und Zuwendungen institutioneller Geber*innen. Der folgende Absatz informiert Sie über Projekte, die direkt durch diese Art der Unterstützung realisiert werden können. Hier informieren wir über die Herkunft all unserer Mittel.

Laufende Projekte

Verbesserung der Lebensgrundlagen im Westen des Tschad (PAMELOT)
  • Direkt Begünstigte: 8.000 Menschen 
  • Laufzeit: Mai 2020 – November 2022 
  • Mittelherkunft: GIZ GmbH  
  • Fördervolumen: 1.120.000 Mio. € 

Das Projekt im westlichen Tschad zielt auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und jungen Menschen ab, um den sozialen Zusammenhalt und die dauerhafte Stabilität im Sahelstreifen zu gewährleisten. Die Maßnahmen richten sich an Frauengruppen, insbesondere an Witwen und alleinerziehende / alleinstehende Mütter in den Provinzen Kanem, Barh el Gazal und Hadjer Lamis. Sie werden dabei unterstützt, ihre landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten, ihr Einkommen und ihre Führungsqualitäten zu verbessern. Außerdem werden die teilnehmenden Frauen darin gefördert, ihre Resilienz gegenüber Schocks zu stärken, damit sie aktiv an der sozioökonomischen Entwicklung ihrer Gemeinden teilnehmen können. Um eine starke Beteiligung lokaler Akteure zu ermöglichen, steht das Projekt in engem Austausch mit Behörden sowie Jugend- und Frauengruppen. 

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:  

  • Erschließung von produktiven Wadis (trockene Flusstäler)   
  • Kapazitätenstärkung rund um die Produktion und Verarbeitung im Gemüseanbau durch z. B. Unterstützung von Wadi-Management-Komitees, technische Schulungen, und Vernetzung mit landwirtschaftlichen Dienstleistern  
  • Sensibilisierungsveranstaltungen für gute Ernährungspraktiken und zum Thema Klimawandel 
  • Einrichtung von sozialen Systemen gegenseitiger Hilfe zwischen Frauen (z.B. Spar- und Kreditsystems innerhalb der Frauenverbände, Förderung von Austausch- und Lernreisen zwischen den Frauengruppen) 
  • Einrichtung kollektiver, einkommensschaffender Aktivitäten  
  • Einrichtung und Betrieb von „Ehemännerschulen“ zur Förderung der Rechte von Frauen in Haushalten mit männlichen Haushaltsvorständen 
  • Einrichtung und Betrieb von funktionalen Alphabetisierungszentren für Frauen 
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