Kinder stehen und sitzen zusammengepfercht in Bangladesch.

BANGLADESCH

WIE WIR HELFEN
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
Katastrophenvorsorge Katastrophenvorsorge
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2007

Mitarbeiter*innen:  511

Bevölkerung:  164,7 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  1.215.696

Unterernährungsrate:   15,2%

Obwohl die Wirtschaft wächst, leben in Bangladesch fast zwei Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Wiederkehrende Überschwemmungen als Folge der jährlichen Monsunzeit und des Klimawandels bedrohen die landwirtschaftlichen Erträge und damit die Nahrungsmittelvorräte des Landes. Allein im Flüchtlingslager Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar leben derzeit über 900.000 Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Wie ist die Situation in Bangladesch?

Insbesondere zwei Ereignisse haben das Land jüngst in seiner Entwicklung gebremst: Im Mai 2017 waren über neun Millionen Menschen von starken Regenfällen und Erdrutschen betroffen, die durch den Taifun Mora ausgelöst wurden. Im August 2017 suchten über 900.000 Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch Schutz, die vor Gewalt und Verfolgung in ihrem Heimatland Myanmar geflohen waren.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Bangladesch?

Rund eine Million Flüchtlinge im Distrikt Cox’s Bazar leben dicht an dicht in einem der größten Flüchtlingslager der Welt. Etwa die Hälfte sind Kinder. Die provisorischen Unterkünfte der Rohingya sind sehr einfach gebaut: Die Hütten bestehen aus Bambus, Seilen und Abdeckplanen. Im April beginnt die Zyklonsaison, im Juni die Regenzeit. Die Rohingya sind dem Wetter nahezu schutzlos ausgeliefert. Es fehlt an Hygiene-Infrastruktur: Noch gibt es weder Strom noch eine solide Kanalisation. An vielen Stellen liegt offen Müll herum. Häufige Überflutungen kontaminieren die Wasserquellen. Dadurch steigt das Risiko von gefährlichen Krankheitsausbrüchen wie Cholera, Dengue-Fieber oder Hepatitis. Zudem erhalten die Familien in den Camps oftmals nicht genug zu essen. Immer wieder registrieren unsere Teams neue Fälle von schwerer akuter Mangelernährung. Mehr als 40 Prozent der Kinder sind körperlich unterentwickelt. Die schweren akuten Mangelernährungsraten liegen weit über den Notfallgrenzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Durch die Vertreibung aus Myanmar und aufgrund der Fluchterfahrung, sind besonders die Kinder in den Flüchtlingslagern schwer traumatisiert.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Bangladesch?

Aktion gegen den Hunger ist seit 2007 in Bangladesch aktiv. Unsere Teams vor Ort arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • Mobile Kliniken: Unsere Notfallteams kümmern sich um die lebensrettende Behandlung von akut unterernährten Kindern.
  • Lebensmitteln und Trinkwasser: Wir verteilen jeden Tag über 50.000 warme Mahlzeiten und 500.000 Liter sauberes Trinkwasser an die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch.
  • Wasser, Sanitär und Hygiene: Um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen, verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung und setzen Hygienemaßnahmen um. Wir bauen Latrinen und verteilen Notfallkits für den Bau von Notunterkünften.
  • Psychosoziale Hilfe: Wir leisten Seelsorge durch Gruppentherapiesitzungen und psychosoziale Hilfe und lassen die Menschen mit ihren Erlebnissen von Gewalt, Verlust, Flucht und Angst nicht im Stich. Zudem bieten wir Kindern und ihren Müttern einen Rückzugsort zum Spielen.
  • Vorsorge: Als Präventivmaßnahme auf die monsunbedingten Regenfälle haben unsere Teams Treppen und Brücken gebaut. Viele Gebäude haben wir stabilisiert, sodass sie Erdrutschen besser standhalten. Familien mit Zelten in Hanglagen siedeln wir auf festeres Terrain um.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

23. AUGUST 2019
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