Kind in Myanmar trägt einen Stapel Holz.

MYANMAR

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
Katastrophenvorsorge Katastrophenvorsorge
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1994

Mitarbeiter*innen:  391

Bevölkerung:  53,4 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  50.414

Unterernährungsrate:   10,5%

Myanmar ist ein Staat im Südosten Asiens. Die Bevölkerung setzt sich aus vielen verschiedenen ethnischen Gruppierungen zusammen, die über 100 unterschiedliche Sprachen und Dialekte sprechen. Das Land stand jahrzehntelang unter Militärherrschaft und war vom Rest der Welt weitgehend isoliert. Im Jahr 2008 trat in Myanmar eine neue Verfassung in Kraft, die einen Demokratisierungsprozess in Gang brachte.

Wie ist die Situation in Myanmar?

Die vielen Jahre der politischen Isolation haben Spuren hinterlassen. Myanmar ist immer noch eines der ärmsten Länder Asiens. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. In der Küstenregion Rakhine im Westen des Landes sind mehr als 19 Prozent der Bevölkerung von akuter Mangelernährung betroffen. Im Staat Kayah an der Grenze zu Thailand leiden 85 Prozent der Haushalte an Nahrungsunsicherheit. Es herrscht eine der niedrigsten Alphabetisierungsquoten der Welt. Zudem ist das Gesundheitssystem schlecht ausgestattet.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Myanmar?

Die humanitäre Lage ist äußerst angespannt: Naturkatastrophen führen regelmäßig zu Überschwemmungen mit zuletzt über 300.000 Vertriebenen. Es herrscht extreme Nahrungsmittelunsicherheit. Bewaffnete Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen den Gemeinden und den Geflüchteten im Land erschweren den Alltag zusätzlich. Rund 863.000 Menschen benötigen derzeit humanitäre Hilfe. Die sich zuspitzende Gewalt im Staat Rakhine hat seit August 2017 mehr als 650.000 Rohingya-Flüchtlinge aus dem Norden des Staates ins Nachbarland Bangladesch vertrieben. Bereits im Jahr 2012 wurden viele Menschen aus Zentral-Rakhine vertrieben. Viele Geflüchtete leben dort immer noch in Camps oder isolierten Dörfern. Die chronische Mangelernährungsrate ist mit 30 Prozent sehr hoch. In einigen Regionen liegt sie sogar bei 50 Prozent.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Myanmar?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1994 in Myanmar im Einsatz. Unsere Hilfe für die Menschen im Land setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen:

  • Wir behandeln akute Mangelernährung bei Säuglingen, Kindern unter 5 Jahren sowie schwangeren und stillenden Frauen. Dazu setzen wir auf ein breites Spektrum an Maßnahmen aus Prävention, Erkennung und Behandlung von Mangelernährung und bekämpfen grundsätzlich auch die Ursachen.
  • Wir unterstützen die Küstengemeinden darin, sich besser auf künftige Naturkatastrophen und deren zerstörerische Folgen vorzubereiten.
  • Wir versorgen Menschen mit sauberem Wasser und richten sanitäre Anlagen ein.
  • Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und der Organisation Save the Children stärken wir die Widerstandsfähigkeit und Ernährungssicherheit der Menschen in Zentral-Rakhine. Wir schulen dort Gesundheitspersonal und Gemeinden darin, präventiv gegen Unterernährung zu kämpfen. Wir klären über alternative Lebensgrundlagen auf, um das Einkommen der Haushalte zu verbessern. Eine dritte Komponente ist der verbesserte Zugang zu katastrophensicherer Wasser- und Sanitärversorgung durch den Bau oder die Sanierung von Latrinen.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

25. APRIL 2019
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