Collage: Mitarbeitende von Aktion gegen den Hunger im Libanon entladen Nothilfe-Pakete / zerstörte Gebäude

LIBANON

Nothilfe
Eskalation der Gewalt im Nahen Osten
Die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten verschärfen die Situation im Libanon. Im März 2026 trifft eine neue Angriffswelle die Bevölkerung und löst eine groß angelegte humanitäre Krise aus. Knapp 700.000 Menschen wurden vertrieben. Vielerorts ist kritische Infrastruktur zerstört. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir im Nahen Osten und in Notlagen weltweit helfen! Jede Spende zählt!
WIE WIR HELFEN
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2006

Mitarbeiter*innen:  180

Bevölkerung:  5,8 Mio.

Erreichte Menschen 2024:  603.624

Unterernährungsrate:   8,7 %

Dass der Libanon von Krisenherden umgeben ist, stellt das kleine Land auf eine große Belastungsprobe. Kein anderes Land nimmt im Vergleich zur Einwohnerzahl so viele Geflüchtete auf. Das führt zu einer Überforderung der öffentlichen Infrastruktur, der Versorgungssysteme und nicht zuletzt auch zu sozialen Konflikten. Die wirtschaftlichen Folgen für die aufnehmenden Gemeinden und der Druck sind immens. Die humanitäre Hilfe reicht kaum aus, um mit den steigenden Bedürfnissen der Notleidenden Schritt zu halten: 3,4 Millionen Menschen benötigen humanitäre Unterstützung.

Wie ist die Situation im Libanon?

Seit dem Beginn des Syrien-Konflikts im Jahr 2011 hat der Libanon mehr als 1,5 Millionen Geflüchtete aus dem Land aufgenommen. Dazu kommen mehr als 257.000 palästinensische Geflüchtete, die teilweise schon seit Jahrzehnten dort leben sowie weitere Geflüchtete aus anderen Staaten. Damit sind etwa ein Drittel der im Libanon lebenden Menschen Geflüchtete aus anderen Ländern.

Der eskalierte Konflikt zwischen Israel und der Hamas hat sich mit Einschreiten der im Libanon aktiven Hisbollah mittlerweile auch auf die libanesisch-israelische Grenze ausgeweitet und zwingt viele Menschen zusätzlich zur Flucht – einen Großteil davon erneut. Im September 2024 sind die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Grenzregion und im Südlibanon eskaliert. Die Intensität der Angriffe hat stark zugenommen, die Zivilbevölkerung ist kaum geschützt. Wenige Monate später folgte eine fragile Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wurde.

Im März 2026 kam es zu schweren Luftangriffen auf den Süden Libanons sowie Vororte von Beirut, in direkter Folge auf die Eskalation des Konflikts rund um den Iran. Allein in den ersten zwei Wochen wurden mehr als 667.000 Menschen vertrieben. Aktion gegen den Hunger ist in der gesamten Region Naher Osten tätig – darunter im Libanon, in Syrien, im Jemen, im Gazastreifen, im Westjordanland, in Jordanien, im Irak, in Afghanistan und in Pakistan – und reagiert sowohl auf akute Notfälle als auch auf langfristige humanitäre Bedürfnisse.

Jetzt spenden und weltweit helfen

Wie hilft Aktion gegen den Hunger im Libanon?

Im Libanon ist Aktion gegen den Hunger seit 2006 im Einsatz. Unsere Programme in den Bereichen Ernährungssicherung, Wasser und Hygiene haben wir aufgrund der schutzsuchenden Geflüchteten aus dem angrenzenden Syrien stetig erweitert und wird nun im Rahmen der Angriffe an der israelisch-libanesischen Grenze ausgeweitet. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich von Bekaa bis in den Süden. 

  • Unsere Teams leisten Nothilfe und sorgen dafür, dass sich die Lebensgrundlagen der Betroffenen dauerhaft verbessern.
  • Unsere Mitarbeiter*innen verteilen Keramikfilter für Trinkwasser, Wassertanks und Hygiene-Notfallsets.
  • Wir schulen die Gemeinden im Umgang mit Wasser- und Sanitäranlagen.
  • Wir kümmern uns um Zugang zu sauberem Wasser und verbessern die Hygienesituation der Menschen.
  • Wir verteilen Lebensmittel, diagnostizieren Mangelernährung und behandeln akut mangelernährte Kinder.
  • Wir unterstützen die flüchtende Bevölkerung mit Bargeldhilfen, damit sich die Familien selbstständig versorgen können und die Märkte in Betrieb bleiben können.

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