Unsere lokalen Projektmitarbeiter*innen vor einem Notfallzelt im Rahmen humanitärer Hilfe in Simbabwe

Projekt: Lokalisierung von Frühwarnungsmechanismen und vorausschauender humanitärer Hilfe in Simbabwe

Stärkung lokaler Resilienz durch partizipative Entwicklung von Frühwarnsystemen, gemeinschaftsbasierten Frühaktionsplänen und koordinierter, vorausschauender humanitärer Hilfe bei Dürre- und Flutrisiken in Simbabwe

Katastrophenvorsorge
 

Projektland: Simbabwe – Bezirke Mwenezi, Chiredzi, Kariba

Lokale Kapazitäten stärken, Risiken früh begegnen

Um Frühwarnsysteme und vorausschauende humanitäre Hilfe wirksamer und nachhaltiger zu gestalten, setzt dieses Projekt auf lokal geführte Ansätze. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Nutrition Action Zimbabwe (NAZ) stärkt Aktion gegen den Hunger die Einbindung von Gemeinschaften, traditionellem Wissen und lokalen Strukturen in Vorhersage-, Frühwarn- und Reaktionsmechanismen, um noch vor Eintritt einer Katastrophe betroffene Gemeinden vor Hunger zu schützen. Aufbauend auf einem 2024-2025 entwickelten Notfallplan im Rahmen der Welthungerhilfe Anticipatory Humanitarian Action Facility (WAHAFA) unterstützen wir nun schon frühzeitig von Dürre bedrohte Gemeinden.

Projektübersicht

  • Direkt beteiligte Personen: 9.000 (600 Haushalte) in 2025, über 20.000 (rund 5.000 Haushalte)

  • Laufzeit: Januar 2024 – Juli 2025 (1. Phase – Build and Fuel), Mai 2025 – Dezember 2029 (2. Phase – Fuel)

  • Mittelherkunft: WAHAFA (finanziert durch Auswärtiges Amt) und zum Teil eigenfinanziert durch Aktion gegen den Hunger (in 2026)

  • Projekt-Volumen: Build und Fuel in 2025: 428.400 Euro; Fuel in 2026: 414.198,52 Euro

  • Lokaler Partner: Nutrition Action Zimbabwe (NAZ)

Was wird umgesetzt?

  • Analyse bestehender Kapazitäten und Potenziale für vorausschauende humanitäre Hilfe auf Gemeinde-, Distrikt- und nationaler Ebene

  • Aufbau lokalisierter Frühwarn- und Monitoring-Systeme unter Einbindung von Gemeinden und Entscheidungsträger*innen

  • Entwicklung und Abstimmung gefahrenbezogener, gemeinschaftsbasierter Frühaktionspläne (Early Action Protocols – EAPs)

  • Stärkung der Koordination und des Wissensaustauschs zwischen verschiedenen Akteursgruppen

  • Implementierung vorausschauender humanitärere Hilfe („Fuel“ Komponente) in von Dürren betroffenen Regionen

 

Erwartete Ergebnisse

Im Rahmen des Projekts werden Kapazitäten und Strukturen für vorausschauende humanitäre Hilfe in Simbabwe nachhaltig gestärkt. Gemeinden, Distriktverwaltungen und nationale Akteure entwickeln gemeinsam lokal verankerte Frühwarnkapazitäten und Mechanismen, um frühzeitig zu handeln. Die betroffenen Gemeinschaften profitieren durch gezielte, frühzeitige Maßnahmen (anticipatory actions), die die Auswirkungen von Dürren und Überschwemmungen mindern. Gleichzeitig wird die sektorübergreifende Zusammenarbeit vertieft – für mehr Effizienz, Wirkung und Resilienz im humanitären System.

5. AUGUST 2026