Geschwister halten Händchen in einem Flüchtlingslager im Libanon - sie mussten vor dem Krieg in Syrien fliehen

Syrien: Jede Spende hilft

Wie ist die Situation in Syrien nach dem Sturz der Regierung?

Nach dem Sturz der Regierung  befindet sich Syrien nach mehr als 13 Jahren Bürgerkrieg in einer Übergangsphase. Zum ersten Mal seit dem Sturz Assads wurde am 5. Oktober ein neues Parlament mit 210 Abgeordneten gewählt, ein Drittel ernannt durch den Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa. Doch die Lage bleibt für die Zivilbevölkerung volatil bis kritisch. 

Seit dem 27. November 2024 haben mehr als 350.000 Menschen Schutz vor den Kämpfen gesucht und sind aus ihrem Zuhause in andere Gebiete und Dörfer geflohen. Die Fluchtbewegungen und ein harter Winter verschärften die bereits katastrophale humanitäre Lage. Viele kehren nach und nach in ihre Heimat zurück, doch finden sie in Trümmern wieder. Ein Wiederaufbau ohne Hilfe von außen scheint fast unmöglich.

Rund 18 Millionen Frauen, Männer und Kinder sind in Syrien und den angrenzenden Ländern auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele leben in Flüchtlingslagern, inoffiziellen Camps, Rohbauten, Ruinen oder Gastgemeinden. Weite Teile des Landes sind zerstört und müssen nun wiederaufgebaut werden.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger den Betroffenen?

Wir beobachten die Übergangsphase nach dem Sturz der Regierung in Syrien genau und orientieren unsere Einsätze an der aktuellen Sicherheitslage. Immer wenn diese es zulässt, führen wir unsere Arbeit vor Ort fort und leisten lebenswichtige humanitäre Hilfe:

  • Nahrung: Wir verteilen Lebensmittelpakete und verbessern die Versorgung von Kleinkindern und Säuglingen, um Mangelernährung vorzubeugen.
  • Zugang zu Wasser: Wir verteilen Trinkwasser, Wasserreinigungstabletten, bauen Brunnen und installieren Wasserversorgungssysteme.
  • Hygiene: Wir verteilen Hygienepakete, kümmern uns um Hygieneaufklärung, sorgen für die Instandhaltung von sanitären Anlagen und um die Abwasserentsorgung, um Epidemien vorzubeugen.
  • Psychosoziale Hilfe: Wir leisten psychologische erste Hilfe, um den Menschen zu helfen, ihre Traumata zu überwinden.
  • Perspektive schaffen: Um geflüchteten Menschen den Neubeginn zu erleichtern, fördern wir Qualifikationen und führen berufliche Schulungen durch.

Wir lassen Menschen in Not nicht im Stich und kämpfen auf der ganzen Welt dafür, Leben zu retten und Leid zu lindern. Helfen Sie uns dabei – mit Ihrer Spende!

Hilf uns, Leben zu retten!

Infografik Syrien-Konflikt: Flucht und Vertreibung

Infografik zu Flucht und Vertreibung in Syrien

 

13 Jahre Krieg in Syrien – neun Fakten, die helfen, die Auswirkungen zu verstehen:

  1. Fluchtzahlen: Im Verlauf des Krieges mussten mindestens 12 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen, davon sind 5,5 Millionen Frauen, Männer und Kinder in die Nachbarländer geflohen.
  2. Kinder in Not: Einsamkeit, Ausbeutung, Kinderarbeit, Kinderehen und traumatische Erlebnisse. Die Zukunft einer ganzen Generation steht auf dem Spiel.
  3. Bildung: 180.000 syrische Lehrer*innen mussten im Kriegsverlauf ihren Dienst pausieren oder beenden. 40 Prozent der Schulen sind zerstört, viele weitere dienen bis heute als Geflüchtetenunterkünfte. 2,1 Millionen Mädchen und Jungen hatten über Jahre keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. 
  4. Zugang zu Hilfsbedürftigen: 1,1 Millionen hilfsbedürftige Menschen leben in schwer zu erreichenden Regionen. Wir kämpfen dafür, dass unsere Hilfe in Zukunft auch diese Regionen erreicht.
  5. Armut: 8 von 10 syrischen Geflüchteten leben in Armut.
  6. Lebensmittelpreise: Allein 2020 stieg der Preis für Grundnahrungsmittel um 250 Prozent an! Unerschwinglich für die meisten Familien. Die Folge ist, dass die Menschen ihre Mahlzeiten auf zwei am Tag reduzieren müssen.

  7. Rückkehr ist schwierig: Im Jahr 2020 kehrten knapp 467.000 Menschen nach Syrien zurück. Gleichzeitig mussten weitere 1,8 Millionen innerhalb des Landes erneut fliehen. Nach dem politischen Umschwung im Jahr 2024 gab es eine weitere große und anhaltende Rückkehrwelle. Doch viele finden ihre alte Heimat in Trümmern auf. Ein Wiederaufbau mit wenig Mitteln ist herausfordernd und ohne Hilfe fast unmöglich.
  8. Traurige Bilanz: Rund eine halbe Million Menschen haben durch den Konflikt bereits ihr Leben verloren.
  9. Mehr Hilfe nötig, aber weniger Geld vorhanden: Die Syrien-Hilfe ist massiv unterfinanziert.

Wir sind in Syrien und in den Nachbarländern Jordanien, Libanon und Irak im Einsatz, um Frauen, Männern und Kindern in Not beizustehen.

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3. MÄRZ 2026
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