Schwere Unwetter zogen über Libyen hinweg und hinterließen Zerstörung

Libyen: Überschwemmungen fordern tausende Tote

Am Sonntag, den 10. September zogen schwere Unwetter über Libyen hinweg – mit fatalen Auswirkungen. Wassermassen rissen ganze Häuserblocks mit sich und zerstörten Straßen und Brücken. Die verheerende Unwetter-Katastrophe hat viele Regionen im Osten Libyens verwüstet und hinterlässt unzählige Tote und Menschen, die jetzt dringend auf Nothilfe angewiesen sind. Offiziellen Angaben zufolge gab es über 5.000 Tote, tausende Menschen werden noch immer vermisst.

Die Hafenstadt Darna im Osten des Landes wurde besonders schwer getroffen: Zwei Staudämme flussaufwärts rissen ein und setzten massive Wasserströme frei. Ein Viertel der Häuser sollen ins Meer gespült worden sein. Die humanitäre Lage in Darna ist katastrophal, hunderte Einwohner*innen sind noch immer in der Hafenstadt eingeschlossen.

Notfallteam von Aktion gegen den Hunger vor Ort

Wir haben unser Notfallteam sofort mobilisiert, um den Betroffenen dieser Katastrophe zu helfen. Aktion gegen den Hunger ist bereits seit 2019 im Westen und Südwesten Libyens tätig. Aktuell ist der Zugang zu der überfluteten Stadt Darna noch stark eingeschränkt. Unsere Teams in Libyen stehen bereit und planen in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, Essenspakete, Hygieneprodukte und andere Dinge des täglichen Bedarfs an bedürftige Menschen zu verteilen. 

Unsere weltweite Nothilfe unterstützen

Prekäre Lage in Libyen

Schon vor den Überschwemmungen waren in Libyen durch einen anhaltenden Konflikt und die schlechte Versorgungslage etwa 1,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach den Überschwemmungen drohen katastrophale Zustände – über 880.000 Menschen sind von den Folgen der Unwetter-Katastrophe betroffen. Tausende Familien brauchen sichere Unterkünfte, Nahrung und medizinische Grundversorgung. Wegen des verschmutzten Oberflächenwassers und der mangelhaften Wasserversorgung haben Expert*innen bereits vor einem drohenden Cholera-Ausbruch gewarnt.

Sturmtief Daniel

Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse immer häufiger und heftiger. Das Sturmtief „Daniel“ könnte aufgrund der durch die Erderwärmung gestiegene Meerestemperatur ausgelöst worden sein. Naturkatastrophen treffen Menschen besonders schwer, die sich ohnehin in einer prekären Situation befinden.

9. OKTOBER 2023
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