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Ursachen von Hunger

© Diane Moyer

Armut

Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, ist seit 1990 um mehr als die Hälfte gesunken. Trotzdem sind wir weit davon entfernt, extreme Armut als Problem der Vergangenheit abtun zu können. Armut an sich führt nicht zu Mangelernährung, aber sie schränkt die Verfügbarkeit ausreichender Mengen an nahrhaften Lebensmitteln für die Schwächsten ernsthaft ein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben beinahe eine Milliarde Menschen – das ist jeder Achte von uns – nicht genug zu essen. Über 90 Prozent der unterernährten Menschen leben in Entwicklungsländern.

Krankheit

Bestimmte Krankheiten wie Tuberkulose, Masern und Durchfall stehen in direktem Zusammenhang mit akuter Mangelernährung. Die Verbindung zwischen Krankheit und Mangelernährung schwächt den Stoffwechsel und erzeugt einen Teufelskreis aus Entzündung und Unterernährung, der die Menschen anfälliger für weitere Krankheiten macht. HIV und AIDS sind in Entwicklungsländern zu einer führenden Ursache von akuter Mangelernährung geworden. Ein HIV-infiziertes Kind ist viel anfälliger für akute Mangelernährung als ein gesundes Kind. Anti-retrovirale Medikamente sind deutlich wirksamer, wenn sie mit einer regelmäßigen Einnahme von Nahrungsmitteln kombiniert werden. Gesunde Ernährung ist ein grundlegend wichtiger Aspekt für die Kontrolle und Behandlung von HIV.

Leidet ein HIV-infiziertes Kind unter akuter Mangelernährung, so erhöht sein unzureichender Ernährungszustand die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und kann die Wirksamkeit der Medikamente einschränken. Im Zustand ernsthafter Mangelernährung vertragen viele Menschen die Medikamente überhaupt nicht. Die Verbindung zwischen akuter Mangelernährung und HIV und AIDS stellt daher ein höheres Sterberisiko für das Kind dar.

Kriege und Konflikte

Kriege und Konflikte haben direkte Auswirkungen auf eine gesicherte Lebensmittelversorgung. Durch die Eskalation der Gewalt zur Flucht gezwungen, lassen Menschen häufig ihre Häuser, Felder und Geschäfte zurück und verlieren so ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig wird auf den verlassenen Feldern nichts mehr angebaut und erwirtschaftet, so dass die Nahrungsmittel immer knapper werden und auch die verbliebenen Menschen sich nicht mehr ausreichend ernähren können.

Klimawandel und Naturkatastrophen

In den letzten 30 Jahren hat die Anzahl der Naturkatastrophen, die in Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, deutlich zugenommen. Die Auswirkungen sind dramatisch: Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen beschädigen oder zerstören lebenswichtige Infrastruktur und führen dazu, dass sich Krankheiten schneller verbreiten. Die betroffenen Menschen können meist nur noch wenig oder gar nichts mehr anbauen.

Laut Studien der Vereinten Nationen in über 40 Entwicklungsländern könnte der Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, der direkt oder indirekt durch den Klimawandel verursacht wird, die Anzahl der an Hunger leidenden Menschen in den kommenden Jahren nochmals deutlich erhöhen.

Lesen Sie hier, wie Aktion gegen den Hunger Mangelernährung feststellt und behandelt. 

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