
Im Rahmen der Aktion „Hungrig nach Fakten“ haben wir euch gefragt: Welche Frage würdet ihr gern an die Bundesregierung stellen? Was wollt ihr von der Politik wissen zum Thema weltweite Hungerbekämpfung und Ernährung? Das Echo war überwältigend – ihr habt uns rund 200 Fragen geschickt. Die Themen reichten von Lebensmittelpreisen und Ernährungsarmut in Deutschland über aktuelle Hungerkrisen, Deutschlands weltweites Engagement bis hin zu nachhaltiger Klima- und Agrarpolitik. Vielen Dank für eure Beiträge!
Mit unserer Kampagne "Nahrung ist ein Menschenrecht!" fordern wir von der deutschen Politik, das Recht auf Nahrung endlich weltweit zu stärken. Deswegen richten wir uns direkt an die Politik und fordern Antworten ein. Wie will die Bundesregierung Hunger in Deutschland und weltweit bekämpfen? Wie schützt sie das Recht auf Nahrung und wie setzt sie sich für die Klimaziele ein? Und was tut sie für eine gerechte und nachhaltige Agrarpolitik?
Unsere Videoreihe zum Recht auf Nahrung
Eine Auswahl eurer Fragen haben wir direkt an die Politik gestellt. In 6 Video-Interviews haben wir mit Vertreter*innen der Bundesregierung und Opposition, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft gesprochen. Hier veröffentlichen wir in den nächsten Wochen alle Folgen.
Katrin Fey über gerechte Politik in Krisenzeiten
Was müsste die Bundesregierung tun, um von Hunger betroffene Menschen wirklich zu unterstützen? Welche Auswirkungen haben die massiven Mittelkürzungen? Darüber sprechen wir mit Katrin Fey, Sprecherin für Menschen- und Bürgerrechte der Partei DIE LINKE. Im Interview erklärt sie, was die Politik jetzt tun muss, um humanitäre Organisationen in Krisenregionen zu stärken und Hunger wirksam zu bekämpfen. Zudem verrät sie uns, wo das Geld dafür herkommen könnte und was sie von Finanzminister Lars Klingbeil fordert.
Wolfgang Stefinger: Hungerbekämpfung durch Wirtschaftspolitik?
Wie stehen Sie zu den Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit? Welche Verantwortung sollte Deutschland für den weltweiten Hunger übernehmen? Diese und weitere Fragen beantwortet Wolfgang Stefinger (CDU/CSU), Vorsitzender des Entwicklungsausschusses, in dieser Folge. "Ohne gute Wirtschaftspolitik kann ich keine (...) Entwicklungspolitik betreiben", bringt Stefinger seine Haltung auf den Punkt. Im Video erklärt er seine Vision einer effizienteren und wirtschaftsorientierten Entwicklungszusammenarbeit – und verrät, was sich hinter dem Ausspruch "Hunger ist Mord" verbirgt.
Sarah Brand: Gilt das Recht auf Nahrung für alle?
Was genau das Recht auf Nahrung bedeutet und wieso es gerade in Konfliktsituationen so wichtig ist, erklärt uns die Wissenschaftlerin Sarah Brand vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR). Sie erläutert, warum gerade die Menschen, die unser Essen produzieren, oft am stärksten an Hunger leiden und macht deutlich, dass Staaten wie Deutschland die Verantwortung haben, das Recht auf Nahrung weltweit voranzutreiben. Was die Politik jetzt tun muss und welche 3 konkreten Forderungen Brand an die Bundesregierung stellt, erfahrt ihr im Interview.
Christoph Schmid: Warum die Kürzungen bei der deutschen Entwicklungspolitik so weh tun
Christoph Schmid (SPD) erklärt uns im Interview, welche Wirkung deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Ländern des Globalen Südens hat und wie gerade Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dazu befähigt werden, sich und ihre Familien selbst zu ernähren. Der Bundestagsabgeordnete sitzt im Entwicklungsausschuss und gehört zu den mitregierenden Sozialdemokrat*innen. Im Video erfahrt ihr, warum Schmid es gar nicht so einfach findet, sich in der Koalition auf eine Linie zu einigen – und welche fatalen Folgen die massiven Haushaltskürzungen für von Hunger und Armut betroffene Menschen haben könnten.
Saskia Richartz über Ernährungsarmut in Deutschland
Mit Saskia Richartz vom Ernährungsrat Berlin haben wir über die Situation in Deutschland gesprochen: Wie viele Menschen haben hierzulande Probleme, sich täglich mit gesunder und abwechslungsreicher Nahrung zu versorgen? Was bedeutet eigentlich Ernährungsarmut? Saskia Richartz verrät uns, wie die Macht der Nahrungsmittelindustrie beeinflusst, was wir essen und was die Bundesregierung jetzt tun muss, um das Recht auf Nahrung in Deutschland für alle einzulösen.
Karl Bär über eine zukunftsfähige Landwirtschaftspolitik
Mit dem Bundestagsabgeordneten Karl Bär (Bündnis 90/Die Grünen) haben wir über eine nachhaltige und klimafreundliche Landwirtschaft, Agrarökologie und die Macht der Agrarindustrie gesprochen. In dieser Wahlperiode vertritt Bär seine Partei als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der Agrarexperte hat uns einige Stellschrauben verraten, an denen die aktuelle Bundesregierung und Landwirtschaftsminister Alois Rainer noch drehen könnten, um für eine zukunftsgerichtete Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik zu sorgen.

