Jemen: Mann und seine zwei Kinder sind auf Hilfe angewiesen

Jemen: Flughafen Sanaa sofort öffnen

Luftraum abgeriegelt

Seit einem Jahr ist der Luftraum über dem Jemen weitgehend abgeriegelt. Der Flughafen der Hauptstadt Sanaa kann nicht mehr angeflogen werden. Das Resultat: Die jemenitische Bevölkerung bleibt ohne lebensnotwendige Hilfe. Die Gesundheitsbehörden schätzen, dass bereits 10.000 Menschen gestorben sind, weil es an der nötigen medizinischen Versorgung fehlt. Das sind ebenso viele Menschen, wie bislang in etwa durch die Kämpfe im Land ums Leben kamen.

Vor Ausbruch des Konflikts flogen jährlich geschätzt 7.000 Jemeniten von Sanaa aus zur Behandlung ins Ausland. Wegen der andauernden Kämpfe benötigen jetzt deutlich mehr Menschen internationale medizinische Hilfe. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Zahl in den vergangenen zwei Jahren auf 20.000 gestiegen ist. Kranke und Verletzte müssen daher andere Wege finden, um das Land zu verlassen. Das Auto ist meist jedoch keine Alternative, da die Fahrt zu anderen Flughäfen zehn bis 20 Stunden dauert. Zudem ist der Weg dorthin gefährlich, da er in der Regel durch umkämpfte Gebiete des Jemen führt.

Hilfsorganisationen warnen vor Folgen

In dem gemeinsamen Positionspapier internationaler Nichtregierungsorganisationen heißt es dazu: „Diese Situation verletzt das Recht der Bevölkerung, sich frei zu bewegen, ein Menschenrecht, das durch Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschützt ist.” Nicht nur die Menschen im Jemen, auch die Arbeit der humanitären Organisationen leidet darunter, dass der Luftraum geschlossen ist. Lebensnotwendige Hilfe im Kampf gegen Hunger und die Cholera gelangt nur verzögert ins Land. Fast alle Organisationen sind auf den Flugverkehr der Vereinten Nationen angewiesen, um in den Jemen ein- und ausreisen zu können.

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