Kinder in der DR Kongo stehen vor einer Hauswand.

DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Nothilfe
Ebola-Epidemie in DR Kongo
Der aktuelle Ebola-Ausbruch kostete fast 1.900 Menschen das Leben. Wir klären vor Ort über Ansteckungsgefahren der tödlichen Infektionskrankheit auf und leisten Nothilfe.
WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1996

Mitarbeiter*innen:  205

Bevölkerung:  81 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  378.898

Unterernährungsrate:   keine Daten

Krankheit, Armut und Krieg: In der Demokratischen Republik Kongo spielt sich eine der schwersten humanitären Krisen der Welt ab. Rund 4,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht und sogar 13 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren ist unterernährt. Darüber hinaus kostete der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo fast 1.900 Frauen, Männer und Kinder das Leben. Bisher haben sich mindestens 2.800 Menschen mit dem Virus infiziert. Fast jeder sechste Infizierte ist ein Kind unter fünf Jahren. Es ist die schlimmste Epidemie seit dem verheerenden Ebola-Ausbruch 2014. Die WHO hat im Juli den Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Flächenmäßig ist die Demokratische Republik Kongo der zweitgrößte Staat Afrikas. Reich an Bodenschätzen wie Kobalt, Diamanten und Gold könnte das Land eine der wohlhabendsten Nationen Afrikas sein. De facto zählt es jedoch zu den vier ärmsten Ländern der Welt.

Wie ist die Situation in der Demokratischen Republik Kongo?

Auf Jahrzehnte politischer und sozioökonomischer Instabilität folgte die Katastrophe des zweiten Kongokrieges. Diesem fielen von 1998 bis 2003 schätzungsweise 5,4 Millionen Menschen zum Opfer. Seitdem hat das Land mit wiederkehrenden Krisen zu kämpfen. Korruption und Ausbeutung sind weit verbreitet. In weiten Teilen des Staates herrscht Bürgerkrieg. Insbesondere die Gebiete im Ost-Kongo rund um die Kasai-Provinz stehen unter der Kontrolle rivalisierender Rebellengruppen. In den Konfliktgebieten werden Menschen erpresst, entführt, zwangsrekrutiert oder zum Arbeiten gezwungen. Gewalttätigkeit gegenüber Kindern und Frauen ist im ganzen Land sehr ausgeprägt.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in der Demokratischen Republik Kongo?

Die humanitäre Situation in der DR Kongo ist dramatisch: Ebola, Krieg und Hunger beherrschen das Land. Etwa 64 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Um die Ernährung ihrer Familien zu gewährleisten, versorgen sich die meisten Menschen selbst. Den Kleinbäuer*innen fehlen jedoch nötige Ressourcen wie Werkzeug oder Saatgut, um von der Landwirtschaft leben zu können. Im Jahr 2017 hatten 7,7 Millionen Menschen nicht ausreichend Nahrung, über zwei Millionen waren demzufolge schwer akut mangelernährt.
Das Gesundheitssystem wird von der Regierung nur unzureichend organisiert. Krankheiten wie Cholera und Masern sind weit verbreitet und nur die wenigsten Menschen sind geimpft. Jede 13. von 1.000 Müttern stirbt im Kindbett und etliche Säuglinge überleben nicht mal ihren ersten Geburtstag.
Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist im Kongo ein schwerwiegendes Problem. Heirat und Schwangerschaft in frühem Alter führen dazu, dass Mädchen die Schule abbrechen. Ohnehin ist die Bildungssituation für Kinder mangelhaft. Etwa 80 Prozent der Mädchen und Jungen besuchen gar keine Schule. Wird unterrichtet, dann zumeist in schlechter Qualität. 

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in der Demokratischen Republik Kongo?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1996 in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Unsere Teams haben 2017 auf zehn Ernährungskrisen mit humanitärer Soforthilfe reagiert:

  • Unser Team setzt sich dafür ein die Ausbreitung von Ebola mithilfe von Sensibilisierungs- und Aufklärungsmaßnahmen einzudämmen.
  • Wir verteilen Lebensmittel und behandeln akut mangelernährte Kinder.
  • Opfer von Krieg und Gewalt erhalten psychosoziale Betreuung.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung, um Krankheiten vorzubeugen.
  • Wir stärken maßgeblich die Lebensgrundlagen der Menschen durch Nahrungsmittelsicherungsprogramme und verteilen Saatgut, Dünger und Werkzeug.
  • Gemeinsam mit lokalen Bäuer*innen entwickeln wir Strategien für eine effizientere Agrarwirtschaft.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

15. AUGUST 2019
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