Madagaskar

Welthunger-Index
Sehr ernst
Bevölkerung 
24,89 millionen
Unser Team 
134 Mitarbeiter
Hilfsempfänger
129.646 Menschen haben wir 2017 geholfen

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Obwohl die Wirtschaft Madagaskars von Tourismus, ökologischer Forschung und einem wachsenden landwirtschaftlichen Sektor profitiert, leben aufgrund der ungleichen Einkommensverteilung 90 Prozent der Bevölkerung von weniger als zwei Dollar am Tag. Die verbreitete Armut hat in Verbindung mit der unsicheren politischen Lage zu einer alarmierenden humanitären Herausforderung geführt: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet unter einer unsicheren Ernährungssituation und fast jedes zweite Kind im Land ist chronisch mangelernährt. Die Mangelernährung stellt eine enorme gesundheitliche Herausforderung dar und ist gleichzeitig auch ein Hindernis für die Entwicklung des Landes. Jedes Jahr beträgt der wirtschaftliche Verlust 14,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, was in etwa 1,5 Milliarden Dollar entspricht.

Madagaskar ist zudem eines der Länder, die besonders anfällig für Naturkatastrophen sind. Im Februar 2013 vernichtete der tropische Wirbelsturm Haruna die Existenzgrundlage Tausender Menschen. Sintflutartige Regenfälle und starker Wind machten Häuser dem Erdboden gleich, zerstörten Anbauflächen und überschwemmten Wasserstellen. Durch die Naturkatastrophe verloren Familien, die bereits vor dem Sturm in Armut lebten, ihr Saatgut und damit ihre Lebensgrundlage. Ein weiterer Anstieg der Nahrungsmittelknappheit und Mangelernährungsraten waren die Folge. Außerdem wurde der Zugang zu sicherem Trinkwasser für viele Menschen stark eingeschränkt.

Im Süden des Landes führen hingegen häufige Trockenperioden zu einem Mangel an Trinkwasser, einem dramatischen Rückgang der Ernteerträge und großen Schäden in der Weidewirtschaft, was wiederum die Nahrungsmittelunsicherheit verstärkt. Ende September 2016 riefen die Vereinten Nationen (UNOCHA) daher in acht Distrikten von Madagaskar den Notstand aus. Jetzt muss alles unternommen werden, damit es nicht zu einer humanitären Katastrophe kommt.

Was wir tun:

Aktion gegen den Hunger unterstützt die Menschen in Madagaskar seit 2011 mit langfristigen Programmen, während wir gleichzeitig unmittelbare Nothilfe geleistet haben. Nach dem Wirbelsturm Haruna haben wir Hilfsgüter an die Betroffenen verteilt und gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung Trinkwasserbrunnen dekontaminiert. Denn verunreinigtes Wasser birgt ein enormes Gesundheitsrisiko, insbesondere für Kinder.

Wir helfen den Menschen in Madagaskar zudem dabei, chronische Probleme wie Mangelernährung und Ernährungsunsicherheit zu überwinden. Dazu haben wir in den Regionen Betioky und Atsimo im Süden Madagaskars ein Programm zur Prävention von Mangelernährung von Kindern unter fünf Jahren sowie von schwangeren und stillenden Frauen begonnen. Dies zielt zum einen auf die Stärkung von Haushalten, damit diese in der Lage sind, eine ausgewogene Ernährung auch in Krisensituationen zu gewährleisten. Ein weiteres Ziel ist die nachhaltige Wasserversorgung sowie die Verbesserung von Kinderbetreuung und Pflege. Zusätzlich haben wir in den Regionen Bongolava und Itasy Programme zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Müttern initiiert.

83.176
Menschen haben Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen erhalten 
46.470
Menschen haben Nahrungsmittel erhalten 

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