Frau trägt Wasserkanister auf dem Kopf.

SUDAN, REPUBLIK

KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2018

Mitarbeiter*innen:  2

Bevölkerung:  42 Mio.

Erreichte Menschen 2019:  58.612

Unterernährungsrate:   20,1 %

Die Republik Sudan liegt im Nordosten Afrikas und ist der drittgrößte Flächenstaat des Kontinents. Das Klima reicht von tropisch bis randtropisch, es herrschen ganzjährlich hohe Temperaturen – im Sommer kann das Thermometer sogar auf über 50 °C steigen. Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdöl, Eisen und Gold gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Große Teile der Bevölkerung leiden unter Mangelernährung, insbesondere im Westen, Osten und Süden des Landes. 

Wie ist die Situation im Sudan?

Nach jahrzehntelangen Konflikten spaltete sich der südliche Teil mit dem Abschluss des Friedensvertrags von 2005 von der Republik Sudan ab. Seit 2011 ist der Südsudan ein unabhängiger Staat. Seit der Abspaltung ringt der Sudan mit einer langanhaltenden Wirtschaftskrise, durch die die Armut, vor allem in den ländlichen Regionen, zugenommen hat. 

Im Südsudan brach im Dezember 2013 ein blutiger Bürgerkrieg aus, der seither bei den Bevölkerungen beider Länder für Leid und Hunger sorgt. Zudem haben sich zwar die Konflikte in der Region von Darfur etwas beruhigt, doch zahlreiche Gebiete befinden sich weiterhin unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen. 

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen im Sudan?

Neben den bewaffneten Konflikten führen auch Dürreperioden und Überschwemmungen immer wieder zu Hungerkatastrophen, die humanitäre Hilfe erfordern. Zuletzt hat die Hungersnot von 2017 die Ernährungslage weiter verschärft.  Die Situation von zahlreichen Menschen mit Fluchthintergrund ist besonders verletzlich. Dazu gehören Bürgerkriegs- und Klimageflüchtete, Binnengeflüchtete und zurückgekehrte Migrant*innen. Allein aus dem Südsudan haben mehr als 400.000 Menschen seit 2013 im Sudan Zuflucht gesucht. 

Wie hilft Aktion gegen den Hunger im Sudan?

Im April 2018, nach drei Jahren Verwaltungsformalitäten, hat die Regierung unseren Registrierungsantrag angenommen und Aktion gegen den Hunger als offiziell tätige NGO anerkannt. Seitdem arbeiten wir zusammen mit Partnerorganisationen vor Ort.

Jetzt spenden und weltweit helfen

Neben Spenden finanziert sich unsere Arbeit auch durch Förderungen und Zuwendungen institutioneller Geber*innen. Der folgende Absatz informiert Sie über Projekte, die direkt durch diese Art der Unterstützung realisiert werden können. Hier informieren wir über die Herkunft all unserer Mittel.

Laufende Projekte

Humanitäre Hilfe zur Verbesserung der Ernährungslage in Subsahara Afrika
  • Direkt Begünstigte: rund 1.348.000  

  • Laufzeit: Juli 2021 – Juni 2024  

  • Mittelherkunft: Auswärtiges Amt, Aktion gegen den Hunger  

  • Fördervolumen: 17.204.300 Mio. € 

Es handelt sich um ein Regionalprojekt, welches in insgesamt 6 Ländern Subsahara-Afrikas umgesetzt wird (Äthiopien, Mali, Sudan, Südsudan, Somalia und Uganda). Das Ziel des Projekts ist es den Ernährungszustand, der von Krisen und Konfliktsituationen betroffenen Menschen zu verbessern. Da sowohl die unmittelbaren Auswirkungen, als auch die Ursachen von Mangelernährung bekämpft werden sollen, nutzt das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz. Diese Vorgehensweise verknüpft verschiedene Sektoren miteinander: Es werden Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, (psychische) Gesundheit, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene (WASH), Lebensmittelsicherheit sowie Katastrophenvorsorge umgesetzt.  

Zudem beinhaltet das Projekt eine Advocacy-Strategie. Fokus der Advocacy-Bemühungen im vorliegenden Projekt sind der Themenkomplex Klima und Hunger, die Stärkung lokaler Advocacy-Aktivitäten betroffener Gemeinschaften und die Ausweitung von evidenzbasierten lebensrettenden Maßnahmen im Bereich akuter Mangelernährung. Die Strategie soll unser Hauptziel einer Welt ohne Hunger auf der Ebene lokaler, regionaler und globaler Entscheidungstragenden verankern. Vor allem den Menschen, die von klimabedingtem Hunger betroffen sind, wird so durch Aktion gegen den Hunger global Gehör verschafft und eine klimafreundlichere Politik angestoßen.  

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:  

  • Ausstattung und Schulung von Gesundheitspersonal und Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden zur Prävention und Behandlung von Mangelernährung 
  • Unterstützung von gesunder Ernährung und Pflegepraktiken von Müttern, Säuglingen und Kleinkindern 
  • Schulung von Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden zur schnellen Behandlung von Krankheiten bei Kindern unter fünf Jahren, bzw. deren Überweisung an stationäre Einrichtungen  
  • Verteilung von lebenswichtigen Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln
  • Sensibilisierung für Gesundheitshygiene und Förderung von guten Hygienepraktiken  
  • Notversorgung mit Wasser und sanitären Anlagen  
  • Bargeldtransfers für von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen, zur Überbrückung von extremen Hungerphasen  
  • Schulung von lokalem Regierungspersonal und krisenbetroffenen Gemeinden im Bereich Katastrophenvorsorge und gemeinsame Entwicklung von Katastrophen-Aktionsplänen 
  • Aufbau einer Evidenzbasis zu den konkreten Folgen von klimabedingtem Hunger  
  • Organisation einer Advocacy-Kampagne und internationalen Runden Tischen, um auf das Thema des klimabedingten Hungers aufmerksam zu machen und die Ausarbeitung von klimaresilienten politischen Strategien zu fördern  
5. NOVEMBER 2021
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