Helferin von Aktion gegen den Hunger in Indien bei einer Familie

INDIEN

Nothilfe
Die zweite Corona-Welle trifft Indien hart. Das Virus ist außer Kontrolle und das Gesundheitssystem überlastet. Es fehlen Beatmungsgeräte, Sauerstoff und Medikamente. Wir leisten Nothilfe und unterstützen die lokalen Gesundheitsbehörden.
WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2010

Mitarbeiter*innen:  184

Bevölkerung:  1,39 Mrd.

Erreichte Menschen 2019:  113.076

Unterernährungsrate:   14 %

Knapp 1,4 Milliarden Menschen leben in Indien – mehr als in ganz Afrika zusammen. Es ist ein Land der Gegensätze: Einerseits boomt die Wirtschaft und wächst so schnell wie keine andere der Welt. Gleichzeitig leben zwei Drittel der Menschen in Armut und die soziale Ungerechtigkeit ist immens.

Wie ist die Situation in Indien?  

Indien gehört dank der global am stärksten wachsenden Ökonomie inzwischen zu den fünf größten Volkswirtschaften der Welt. Kontinuierliche humanitäre Fortschritte zeigen sich durch eine hohe Alphabetisierungsrate und einen guten Gesundheitszustand der Bevölkerung. Es gibt jedoch eklatante Unterschiede in der Gesellschaft. Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung profitiert bisher von dem wirtschaftlichen Boom. Auch wenn nach der indischen Verfassung von 1950 niemand wegen seiner Kaste diskriminiert werden darf, sieht die Realität anders aus. Etwa 800 Millionen Menschen in Indien leben weiterhin in Armut. Insbesondere in den ländlicheren Regionen oder den Slums sind die Lebensbedingungen mit denen in den ärmsten Ländern der Welt vergleichbar.

Die zweite Corona-Welle trifft Indien hart. Aktuell ist die Lage besonders schlimm. Das Virus ist außer Kontrolle: Über 17 Millionen Infizierte und 200.000 Tote. Das Gesundheitssystem ist überlastet. Es fehlen Beatmungsgeräte, Sauerstoff, Betten und Medikamente. Wir leisten Nothilfe und unterstützen die lokalen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen Corona. Wir führen Aufklärungsprogramme über COVID-19 durch und verteilen Hygiene-Kits mit Desinfektionsmitteln, Masken und Seife, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die psychosoziale Betreuung von Betroffenen und medizinischem Personal. Der Ausnahmezustand ist eine Zerreißprobe für die Frauen, Männer und Kinder.

JA, ich möchte helfen

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Indien?

In den Mega-Slums der Metropolregionen Bombay, Delhi oder Mumbai sind die Lebensumstände prekär. Oftmals existiert keine Trinkwasserversorgung. Die Abwasser- und Entsorgungssysteme sind mangelhaft, ebenso wie die Bereitstellung einer der elektrischen Infrastruktur. Die schlechten hygienischen Bedingungen begünstigen Krankheitsausbrüche, unter denen insbesondere Kinder leiden. Die Kindersterblichkeitsrate zählt zu den weltweit höchsten: Von 1000 Kindern, die geboren werden, sterben 34. Rund 60 Prozent aller Kinder sind körperlich unterentwickelt.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Indien?

Aktion gegen den Hunger ist seit 2010 in Indien aktiv. Unsere Mitarbeiter*innen haben dringend benötigte Reports über das Ausmaß der Mangelernährung im Land erstellt. Darauf basierend haben wir Ernährungsprogramme entwickelt. Unsere Teams in Indien arbeiten gemeinsam mit der Regierung und lokalen Partner*innen daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • Unsere Teams unterstützen das indische Gesundheitssystem und stärken Gemeinden und Gesundheitszentren, um der hohen Kindersterblichkeitsrate entgegenzuwirken.
  • Wir schulen Gesundheitspersonal, diagnostizieren und behandeln akute Mangelernährung bei Kindern.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.
  • Wir stärken maßgeblich die Lebensgrundlagen der Menschen durch Nahrungsmittelsicherungsprogramme.

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