Statement zur Strukturreform des Auswärtigen Amts und zur Rolle der humanitären Hilfe
Außenminister Johann Wadephul plant die größte Strukturreform des Auswärtigen Amtes seit Jahrzehnten. Die bisherige Abteilung für Stabilisierung, die maßgeblich Gelder für humanitäre Hilfe verwaltete, wird aufgelöst. Künftig sollen die Länderabteilungen die Verantwortung für humanitäre Hilfe, Stabilisierung und Krisenprävention übernehmen. Aktion gegen den Hunger mahnt, dass die humanitäre Hilfe angesichts der stärkeren Ausrichtung auf Sicherheits- und Wirtschaftspolitik nicht in den Hintergrund geraten darf.
Dazu kommentiert Dr. Helene Mutschler, Geschäftsführerin von Aktion gegen den Hunger:
"Noch im Koalitionsvertrag hieß es: ‚Humanitäre Hilfe werden wir stärken.‘ Die Kürzung des Budgets um mehr als die Hälfte gegenüber 2024 und jetzt die geplante Umstrukturierung im Auswärtigen Amt und Auflösung der Abteilung für Stabilisierung senden jedoch ein anderes Signal. Humanitäre Hilfe ist kein Randthema, sondern ein Gebot der Menschenwürde und Grundlage für Stabilität. Gerade jetzt, inmitten globaler Krisen, darf Deutschland nicht nachlassen, sondern muss Verantwortung übernehmen."
Interviewwünsche nehmen wir gerne entgegen.
Presseanfragen



