Poster des Human Rights Film Festival Berlin

Human Rights Film Festival 2021: Die Kunst der Veränderung / Retrospektive Benjamin Ferencz

Unter dem Titel „The Art of Change“ geht das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) vom 16. bis zum 25. September 2021 in die vierte Runde. Das Festival wird von Aktion gegen den Hunger in Kooperation mit Save the Children organisiert. Erstmals zeigt das HRFFB eine Retrospektive – gewidmet dem legendären Juristen und Chefankläger der Nürnberger Prozesse Benjamin Ferencz.

Das HRFFB 2021 steht im Zeichen von Widerstand und Aktivismus: Die Geschichten von Aktivistinnen und Aktivisten, politischen Vordenkerinnen und Vordenkern und humanitären Helferinnen und Helfern stehen dabei im Mittelpunkt. Insgesamt werden 40 internationale Dokumentarfilme gezeigt, darunter zahlreiche Deutschlandpremieren und die Ferencz-Retrospektive.

„Die Erinnerung wachzuhalten und das Bewusstsein durch Filme, wie Sie sie gewählt haben, zu schärfen, ist wichtig. Durch Filme können Sie Menschen erreichen und wirklich erklären, was passiert ist“, erklärt Benjamin Ferencz im Gespräch mit der Festivaldirektorin Anna Ramskogler-Witt. Die drei Filme der Retrospektive - „A Man Can Make a Difference“, „Watchers of the Sky“ und „Night Will Fall“ - zeichnen das Leben und Wirken von Ben Ferencz nach.

Eine Auswahl: Internationale Filmschaffende über Widerstand und Aktivismus

Der Dokumentarfilm „Writing with Fire“ zeigt die Arbeit der einzigen von Dalit-Frauen geführten Zeitung Khabar Lahariya in Indien. In einer von Männern dominierten Nachrichtenlandschaft brechen Chefreporterin Meera und ihre mutigen Journalistinnen mit Traditionen, die Frauen ausschließen. „School of Hope“ erzählt von einem Nomadenstamm aus Marokko, der um Bildung für seine Kinder kämpft. Und einem jungen Lehrer, der versucht, ihnen zu helfen. Das HRFFB zeigt den Film im Rahmen einer Kooperation mit dem Silbersalz Festival. Der Film „Fly So Far“ folgt Teodora Vázquez und einer Gruppe von 17 Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben und nun wegen schweren Mordes angeklagt werden. Ein Symbol für die extreme Kriminalisierung von Abtreibung in El Salvador und zugleich ein Beispiel von Empowerment und Solidarität.

Auszeichnungen für herausragende Dokumentarfilme

Wie im vergangenen Jahr werden besonders beeindruckende Dokumentarfilme und eine Aktivistin oder ein Aktivist ausgezeichnet: Mit dem 5.000 Euro dotierten Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte, dem Publikumspreis und dem Ehrenpreis für Freiheit und Demokratie. Letzterer wurde erstmals im letzten Jahr vergeben, um das unermüdliche Engagement der ukrainischen Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja inmitten der gewaltfreien Protestbewegung in Belarus auszuzeichnen. Der Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis wird von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung gestiftet und wird von einer internationalen Jury vergeben.

Fünftägiges Rahmenprogramm rund um Innovationen und Engagement

Das Filmprogramm wird auch in diesem Jahr von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet: Neben den Publikumsgesprächen zu den Filmen findet mit dem Human Rights Forum eine fünftägige Konferenz statt, die der Frage nachgeht, welche Rolle Storytelling in der Stärkung von Menschenrechten spielen kann. Darüber hinaus wird das Festival von einer interaktiven Ausstellung begleitet, die durch Virtual Reality und multimediale Projekte, zum eigenen Engagement anregt.

Das Human Rights Film Festival Berlin findet vom 16. bis zum 25. September 2021 als on- und offline Festival statt. Das vollständige Programm ist ab Mitte August verfügbar.

Hinweis an die Redaktionen:

  • Pressebilder zum Human Rights Film Festival Berlin stehen hier zum Download bereit.
  • Festivaldirektorin Anna Ramskogler-Witt steht für Interviews zur Verfügung.
  • Gerne vermitteln wir zudem Interviews mit Protagonist*innen, Festival-Partner*innen, Regisseur*innen und anderen Beteiligten.
     

Über das Human Rights Film Festival Berlin:  

Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) wurde von der humanitären und entwicklungspolitischen Organisation Aktion gegen den Hunger initiiert und findet seit 2018 jährlich statt. Das Festival stellt Geschichten aus allen Teilen der Welt in den Mittelpunkt, die auf eindringliche Weise über den aktuellen Stand der Menschenrechte berichten. Das HRFFB 2021 wird von Aktion gegen den Hunger in Kooperation mit Save the Children organisiert. Die Organisationen setzen dabei mit einer kuratierten Filmauswahl zu den Querschnittsthemen humanitäre Hilfe und Hungerbekämpfung sowie Kinderrechte jeweils einen thematischen Fokus.

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Vassilios Saroglou
15. JUNI 2021
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