Eine Person steht vor einem Zelt in der trockenen Landschaft der Region Gao, Zentralmali, umgeben von den Spuren von Dürre und kargen Lebensbedingungen

Fotoausstellung „Mali: Persönliche Einblicke in die humanitäre Krise“

Pressemitteilung vom: 09.03.2026

Mit der Fotoausstellung „Mali: Persönliche Einblicke in die humanitäre Krise“ möchten fünf internationale humanitäre Organisationen die Stimmen der Menschen vor Ort stärken und auf die dramatische Situation aufmerksam machen. Die Ausstellung ist vom 21. März bis zum 23. April täglich von 10 bis 18 Uhr in der Alten Münze in Berlin zu sehen. Der Eintritt ist frei.  

Der malische Fotograf Tiécoura N’Daou reiste im September 2025 in die Regionen Gao und Mopti, um das Leben der Menschen festzuhalten, die die Krise jeden Tag erleben.  

Seine Fotografien dokumentieren Verlust, Zwangsvertreibung und den Alltag unter den Bedingungen eines langanhaltenden Konflikts. Gleichzeitig zeigen sie Resilienz, Würde und die Stärke der Gemeinschaften, die sich trotz Gewalt, Unsicherheit und klimatischer Schocks behaupten.

  • Ort: Alte Münze, Am Krögel 2, 10179 Berlin (neben dem Café „The Greens“)
  • Zeitraum: 21. März - 23. April, täglich 10–18 Uhr  
  • Eintritt: frei  

Hintergrund: Humanitäre Lage in Mali spitzt sich weiter zu  

Die Ausstellung verdeutlicht die dramatische Entwicklung im Land: Rund 6,4 Millionen Menschen in Mali sind aufgrund von bewaffneten Konflikten, Zwangsvertreibungen und klimatischen Schocks auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bewaffnete Gruppen kontrollieren zunehmend zentrale Verkehrswege, Märkte werden destabilisiert, ganze Gemeinden isoliert. Gleichzeitig führt die aktuelle Treibstoffkrise zu Versorgungsengpässen in Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und Schulen. Für das Jahr 2026 rechnen humanitäre Organisationen mit einer weiteren Verschlechterung der Lage.  

Gemeinsame Initiative internationaler Hilfsorganisationen  

Nach einer ersten Station in Brüssel wird die Ausstellung nun in Berlin gezeigt – organisiert von Aktion gegen den Hunger, International Rescue Committee, Norwegian Refugee Council, Danish Refugee Council und Ärzte der Welt, mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Auswärtigen Amts.

Über den Fotografen

Der malische Fotograf Tiécoura N’Daou nahm die in der Ausstellung gezeigten Bilder im September 2025 auf. Der Künstler, Lehrer und Forscher, Absolvent des Konservatoriums für Kunst und Multimedia in Bamako, arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Video und visueller Kunst. Sein einfühlsamer, in der Realität verankerter Stil stellt in Alltags­szenen, Porträts und Landschaften stets die Würde der Menschen in den Mittelpunkt. N’Daous Laufbahn umfasst zahlreiche internationale Ausstellungen und künstlerische Arbeitsaufenthalte. Mit seinen Arbeiten möchte er vor allem Räume der Begegnung schaffen – Orte, an denen individuelle Geschichten Teil einer kollektiven Erinnerung werden. 

16. MÄRZ 2026
NEWSLETTER ABONNIEREN

Abonnieren Sie jetzt unseren E-Mail-Newsletter und erhalten Sie regelmäßig und kostenlos Informationen aus erster Hand!