
Nothilfe in Venezuela: Wasser, Hygiene, Gesundheit und psychosoziale Unterstützung
Nach der schweren Erdbeben-Katastrophe in Venezuela konzentrieren sich die Rettungskräfte weiterhin auf die Suche nach Überlebenden. Gleichzeitig wächst der Bedarf an humanitärer Unterstützung rasant: Tausende Menschen sind obdachlos, ohne Zugang zu Trinkwasser oder grundlegender Hygiene.
„Der Notfall ist nicht nur das, was unter den Trümmern liegt. Jetzt ist schnelles Handeln entscheidend, um eine weitere Verschlechterung der Lage zu verhindern“, sagt Benedetta Lettera, Programmleiterin von Aktion gegen den Hunger für Lateinamerika.
Aktion gegen den Hunger verstärkt Einsatz vor Ort
Angesichts der dramatischen Lage hat Aktion gegen den Hunger eigene Notfallteams mobilisiert und arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen. Die Hilfsorganisation hat bereits mit der Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter begonnen und unterstützt Rettungsteams mit zusätzlicher Schutzausrüstung wie Helmen und Taschenlampen. Parallel dazu leistet sie direkte Hilfe für die betroffene Bevölkerung in Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden.
Wasser, Hygiene und Unterkünfte: dringendster Bedarf
Die Situation in den betroffenen Gebieten bleibt äußerst instabil. Erste Einschätzungen zeigen ein alarmierendes Bild: Viele Familien können aus Angst vor weiteren Einstürzen nicht in ihre Häuser zurückkehren. Nachbeben verstärken die Unsicherheit, zahlreiche Menschen verbringen die Nächte im Freien.
Um die Not zu mindern, verteilt Aktion gegen den Hunger Trinkwasser, Hygienesets, Wasseraufbereitungslösungen. Zusätzlich werden spezielle Hilfspakete für Frauen (einschließlich Menstruationshygiene) sowie für ältere Menschen bereitgestellt. Der Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene ist wichtig, um Krankheitsausbrüche zu verhindern.
Gesundheit und psychosoziale Unterstützung im Fokus
Das Gesundheitssystem Venezuelas arbeitet am Limit. Aktion gegen den Hunger koordiniert daher mit den Gesundheitsbehörden die Einrichtung mobiler Kliniken und prüft, wie die medizinische Versorgung kurzfristig gestärkt werden kann.
Auch die psychischen Belastungen sind enorm: Angst, Stress und tiefe Verunsicherung prägen die Lage vieler Betroffener. Psychologinnen und Psychologen der Organisation leisten psychosoziale Erste Hilfe und bieten emotionale Unterstützung bereits in den ersten Stunden nach der Katastrophe.
Schutz besonders gefährdeter Gruppen
Frauen, Kinder und ältere Menschen sind in Situationen von Vertreibung und Obdachlosigkeit besonders gefährdet. Aktion gegen den Hunger integriert deshalb einen schutzorientierten Ansatz in alle Maßnahmen, um Risiken wie Gewalt oder Ausbeutung vorzubeugen.
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