Überschwemmung im Kasese-Distrikt in Uganda – lokale Gemeinden sind regelmäßig von Flutrisiken betroffen

Projekt: Entwicklung von Notfallplänen für Überschwemmungen in Uganda

Aufbau von Systemen der vorrausschauenden humanitären Hilfe zur Vorhersage von Überschwemmungen im Kasese Distrikt, Uganda

Katastrophenvorsorge
 

Projektland: Uganda – Kasese Distrikt

Mit lokalen Lösungen gegen Flutrisiken

Im westugandischen Kasese-Distrikt sind Gemeinden regelmäßig von Überschwemmungen betroffen – mit gravierenden Auswirkungen auf Lebensgrundlagen und Infrastruktur. Das Projekt setzt genau hier an: Ziel ist es, die vorausschauende humanitäre Hilfe zu stärken, indem in den Subcounties Kyarumba und Kyondo lokal angepasste Notfallpläne (Anticipatory Action Plans) für Überschwemmungen entwickelt werden. Zusätzlich erhalten betroffene Gemeinden direkte Unterstützung durch frühzeitige Maßnahmen im Rahmen der „FUEL“ Komponente des Projekts, wenn die Notfallpläne aktiviert werden. 

Zentral sind dabei die Identifikation relevanter Risikofaktoren und Frühwarnindikatoren sowie der Aufbau effektiver Frühwarnsysteme. Das Projekt verfolgt einen gemeindebasierten und partizipativen Ansatz, bei dem lokale Akteur*innen aktiv eingebunden und lokales Wissen in die Planung und Umsetzung integriert wird.  

Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der lokalen Partnerorganisation KIIMA FOODS und der Welthungerhilfe (WHH) im Rahmen der WHH Anticipatory Humanitarian Action Facility (WAHAFA), kofinanziert durch das Auswärtige Amt (AA). 

Projektübersicht

  • Direkt erreichte Menschen: 12.119 (1.455 Haushalte)

  • Laufzeit: Mai 2025 – April 2026 

  • Mittelherkunft: WAHAFA (finanziert durch Auswärtiges Amt)

  • Fördervolumen: 309.766 Euro

Was wird umgesetzt?

  • Durchführung von Planungsworkshops mit relevanten Stakeholdern in beiden Sub-Counties zur Einführung in den Aufbau von Systemen der vorausschauenden humanitären Hilfe.
  • Analyse und Verbesserung bestehender Frühwarnsysteme durch Einbindung lokaler Erkenntnisse und fundierter Fachmethoden sowie Identifizierung relevanter Risikofaktoren und Frühwarnindikatoren.
  • Schulung von Projektteilnehmenden und Partner*innen zur Stärkung der Kapazitäten im Bereich des vorausschauenden Handelns (Anticipatory Action).
  • Gemeinsame Auswahl und Planung antizipativer Maßnahmen mit betroffenen Gemeinden sowie Erstellung der Notfallpläne.
  • Validierung und Simulation der erstellten Notfallpläne sowie Abstimmung mit Gemeinden und lokalen Behörden auf Distrikt- und Subcounty-Ebene zur nachhaltigen Integration in bestehende Strukturen vor Ort.
  • Implementierung vorausschauender humanitärere Hilfe („FUEL“ Komponente) in von Überschwemmungen betroffenen Regionen (Verbreitung von Frühwarnmeldungen, Evakuierung von Haushalten und Nutztieren, Bargeldtransfers, Verteilung von WASH-Kits, Einrichtung mobiler Gesundheitskliniken) 


Erwartete Ergebnisse

In enger Abstimmung mit den Gemeinden werden gefahrenbezogene und gemeindebasierte Notfallpläne (Anticipatory Action Plans) entwickelt und getestet. Das Projekt stärkt zudem lokale Kapazitäten für vorausschauendes Handeln (Anticipatory Action) und fördert die Zusammenarbeit zwischen relevanten Akteur*innen vor Ort. Des Weiteren setzt das Projekt auf politische Interessenvertretung und verbessert die Kommunikation rund um vorausschauende humanitäre Hilfe. So wird ein Beitrag geleistet, um Verluste durch Überschwemmungen zu minimieren, die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Haushalte zu stärken und ihre sozioökonomische Lage nachhaltig zu stabilisieren. Bei Aktivierung des Notfallplans profitieren betroffenen Gemeinden durch gezielte, frühzeitige Maßnahmen (anticipatory actions), die die Auswirkungen der Überschwemmungen mindern. 

3. JUNI 2026
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