Ein Mädchen sitzt mit einem Kind im Tragetuch auf einer Bank.

Resolution 2417: Aktion gegen den Hunger fordert UN auf, den Kreislauf zwischen Konflikt & Hunger zu durchbrechen

Konflikte sind Hauptursache für Hunger

Eine Delegation der humanitären Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger forderte die Vereinten Nationen am gestrigen Mittwoch dazu auf, die Resolution 2417 umzusetzen. Nach wie vor sind militärische Konflikte Hauptursache für den akuten Hunger weltweit.

Resolution 2417: Worten müssen Taten folgen

Aktion gegen den Hunger, eine der führenden Organisationen im weltweiten Kampf gegen den Hunger, forderte die Vereinten Nationen dazu auf, den Worten der Resolution 2417 nun Taten folgen zu lassen. Die Resolution verurteilt den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe und die systematische Verweigerung humanitärer Hilfe durch Regierungen in Konfliktgebieten. Am 24. Mai 2018 hatte der UN-Sicherheitsrat den wegweisenden Beschluss einstimmig verabschiedet, doch militärische Konflikte sind nach wie vor die Hauptursache für akuten Hunger weltweit.

72 Millionen Menschen in Konfliktländern sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Die acht schwersten Hungerkrisen der Welt ereignen sich in Konfliktländern und haben starke Auswirkungen auf die Ernährungssituation der Bevölkerung: In Afghanistan, Äthiopien, DR Kongo, Syrien, Sudan, Südsudan, Jemen und Nigeria, haben derzeit fast 72 Millionen Menschen nicht genug zu essen und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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UN-Sicherheitsrat spielt entscheidende Rolle

„Für Millionen Menschen geht es hier um Leben und Tod. Der UN-Sicherheitsrat muss alles dafür tun, die Situation der leidtragenden Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten zu verbessern. Zu viele Leben stehen auf dem Spiel“, sagt Shashwat Saraf, Länderdirektor von Aktion gegen den Hunger in Nigeria. „Wir brauchen nicht nur ungehinderten Zugang, um den humanitären Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Für das bessere Verständnis des Ausmaßes von Hungerkrisen und die Koordinierung einer effektiven Reaktion, ist es unerlässlich, möglichst viele Daten zu sammeln und auszuwerten. Die Welt braucht einen wirkungsvollen Ansatz, um den Teufelskreis zwischen Konflikt und Hunger zu durchbrechen. Dem UN-Sicherheitsrat fällt dabei eine entscheidende Rolle zu“, so Saraf weiter.

Mit klaren Worten hob die Delegation von Aktion gegen Hunger am gestrigen Mittwoch vor den Vereinten Nationen in New York die entscheidende Rolle des Sicherheitsrates hervor und forderte diesen auf, sich für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts innerhalb ihrer Mitgliedstaaten einzusetzen, die Regierungen bei der Sicherstellung uneingeschränkter humanitärer Zugänge in Konfliktgebieten zu unterstützen und unzureichende Kooperation entschieden zu sanktionieren.

Globale Gemeinschatz hat eine moralische Verpflichtung

Die globale Gemeinschaft hat die moralische Verpflichtung, Menschen in Not zur Seite zu stehen. Auch dann, wenn dies nicht durch ausreichend Daten belegbar ist, das Leid aber offensichtlich“, sagt Dr. Charles Owubah, CEO von Aktion gegen den Hunger US. „Die Weltgemeinschaft kann und darf ihre Hilfe nicht zurückhalten bis eine Hungersnot in gefährdeten Regionen erst offiziell deklariert wird.“

24. MAI 2019
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