Menschen tragen ein Bündel Äste auf ihren Köpfen in Äthiopien.

ÄTHIOPIEN

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
Katastrophenvorsorge Katastrophenvorsorge
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1985

Mitarbeiter*innen:  590

Bevölkerung:  105 Mio.

Erreichte Menschen 2019:  957.988

Unterernährungsrate:   21,4 %

Die Wirtschaft boomt – doch große Teile der Bevölkerung leiden weiter unter Armut, Perspektivlosigkeit und Hunger. Laut Regierungsangaben aus dem Jahr 2017 sind etwa 8,5 Millionen Äthiopier*innen von Nahrungsmittelhilfen und medizinischer Unterstützung abhängig. Äthiopien belegt Platz 173 von 186 im Human Development Index.

Was sind die Gründe für die humanitäre Krise in Äthiopien?

In Äthiopien arbeitet ein Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Anhaltende Dürre und schwere Überschwemmungen führten in den letzten Jahren zunehmend zu Missernten und Viehsterben. Das Land am Horn von Afrika kämpft noch immer mit den Auswirkungen der historischen Dürre des Jahres 2016. Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie spitzte die Notlage zu. Aktuell leiden fast 8 Millionen Frauen, Männer und Kinder an Hunger. 

Was sind die humanitären Herausforderungen in Äthiopien? 

Häufiger auftretende Trockenperioden, Überschwemmungen und eine wachsende Bevölkerung führen zu einer steigenden Ernährungsunsicherheit. Durch die instabile Situation im angrenzenden Südsudan suchen hunderttausende Menschen aus dem Nachbarland Schutz in Äthiopien. Das stellt die humanitäre Hilfe vor große Herausforderungen. Darüber hinaus führen ethnische Spannungen zu Binnenvertreibungen. 

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Äthiopien?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1985 in Äthiopien aktiv. 2018 haben unsere Teams die Hilfe für Flüchtlinge in den Camps und Grenzregionen weiter ausgebaut und verbessert:

  • Wir verteilen Lebensmittel und behandeln akut mangelernährte Kinder.
  • Schwangere und stillende Frauen erhalten Ernährungshilfen und psychosoziale Betreuung.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.
  • Wir stärken die Lebensgrundlagen der Menschen durch Nahrungsmittelsicherungsprogramme. 
  • Mit robustem Saatgut, Dünger und passendem Werkzeug helfen wir den lokalen Bäuerinnen und Bauern, sich widerstandsfähiger gegen Dürren zu wappnen.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

Wasser, Sanitär und Hygiene
252.765
Menschen haben Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen erhalten
Lebensgrundlagen
104.653
Menschen konnten ihre Lebensgrundlagen auf eine sichere Basis stellen
Ernährung und Gesundheit
386.025
Menschen haben Nahrungsmittel erhalten

Neben Spenden finanziert sich unsere Arbeit auch durch Förderungen und Zuwendungen institutioneller Geber*innen. Der folgende Absatz informiert Sie über Projekte, die direkt durch diese Art der Unterstützung realisiert werden können. Hier informieren wir über die Herkunft all unserer Mittel.

Laufende Projekte

Humanitäre Hilfe zur Verbesserung der Ernährungslage in Subsahara Afrika
  • Direkt Begünstigte: rund 1.348.000  

  • Laufzeit: Juli 2021 – Juni 2024  

  • Mittelherkunft: Auswärtiges Amt, Aktion gegen den Hunger  

  • Fördervolumen: 17.204.300 Mio. € 

Es handelt sich um ein Regionalprojekt, welches in insgesamt 6 Ländern Subsahara-Afrikas umgesetzt wird (Äthiopien, Mali, Sudan, Südsudan, Somalia und Uganda). Das Ziel des Projekts ist es den Ernährungszustand, der von Krisen und Konfliktsituationen betroffenen Menschen zu verbessern. Da sowohl die unmittelbaren Auswirkungen, als auch die Ursachen von Mangelernährung bekämpft werden sollen, nutzt das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz. Diese Vorgehensweise verknüpft verschiedene Sektoren miteinander: Es werden Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, (psychische) Gesundheit, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene (WASH), Lebensmittelsicherheit sowie Katastrophenvorsorge umgesetzt.  

Zudem beinhaltet das Projekt eine Advocacy-Strategie. Fokus der Advocacy-Bemühungen im vorliegenden Projekt sind der Themenkomplex Klima und Hunger, die Stärkung lokaler Advocacy-Aktivitäten betroffener Gemeinschaften und die Ausweitung von evidenzbasierten lebensrettenden Maßnahmen im Bereich akuter Mangelernährung. Die Strategie soll unser Hauptziel einer Welt ohne Hunger auf der Ebene lokaler, regionaler und globaler Entscheidungstragenden verankern. Vor allem den Menschen, die von klimabedingtem Hunger betroffen sind, wird so durch Aktion gegen den Hunger global Gehör verschafft und eine klimafreundlichere Politik angestoßen.  

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:  

  • Ausstattung und Schulung von Gesundheitspersonal und Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden zur Prävention und Behandlung von Mangelernährung 
  • Unterstützung von gesunder Ernährung und Pflegepraktiken von Müttern, Säuglingen und Kleinkindern 
  • Schulung von Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden zur schnellen Behandlung von Krankheiten bei Kindern unter fünf Jahren, bzw. deren Überweisung an stationäre Einrichtungen  
  • Verteilung von lebenswichtigen Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln
  • Sensibilisierung für Gesundheitshygiene und Förderung von guten Hygienepraktiken  
  • Notversorgung mit Wasser und sanitären Anlagen  
  • Bargeldtransfers für von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen, zur Überbrückung von extremen Hungerphasen  
  • Schulung von lokalem Regierungspersonal und krisenbetroffenen Gemeinden im Bereich Katastrophenvorsorge und gemeinsame Entwicklung von Katastrophen-Aktionsplänen 
  • Aufbau einer Evidenzbasis zu den konkreten Folgen von klimabedingtem Hunger  
  • Organisation einer Advocacy-Kampagne und internationalen Runden Tischen, um auf das Thema des klimabedingten Hungers aufmerksam zu machen und die Ausarbeitung von klimaresilienten politischen Strategien zu fördern  
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