Niger: Frau hält ihr Kind in den Armen.

NIGER

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1997

Mitarbeiter*innen:  284

Bevölkerung:  21,48 Mio.

Erreichte Menschen 2018:  429.301

Unterernährungsrate:   14,4%

Der Wüstenstaat im Westen Afrikas ist reich an Bodenschätzen — die Menschen hingegen sind bitterarm. Fast 50 Prozent der Menschen im Niger leben unterhalb der Armutsgrenze. Im Ranking des Human Development Index (HDI) belegt das Land den vorletzten Platz aller Länder weltweit. Der Niger gilt als politisch instabil und ist extrem anfällig für Klimakatastrophen und Hungersnöte.

Wie ist die Situation im Niger?

Die Zeit nach der Unabhängigkeit im Jahr 1960 war durch zahlreiche Staatsstreiche und wechselnde autoritäre Regime geprägt. Heute ist die Regierung auf internationale Hilfe angewiesen, um den zahlreichen humanitären Problemen begegnen zu können. Eine der weltweit höchsten Geburtenraten, eine mangelhafte humanitäre Infrastruktur und eine unzureichende Grundversorgung, führen zu wiederkehrenden Hungerkrisen und Epidemien. Dürreperioden, Überschwemmungen, ausgezehrte Böden sowie unterentwickelte Märkte für Saatgut oder Düngemittel erschweren die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern. Die Konflikte mit Boko Haram in der Region Diffa verschlimmern die Sicherheits- und Lebensbedingungen der Menschen zusätzlich.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen im Niger?

Obwohl die Ernte 2017 relativ ertragreich war, weist der Niger weiterhin im ganzen Land äußerst hohe Mangelernährungsraten auf und bleibt das ärmste Land in der Region. Nach Angaben der Vereinten Nationen, sind aufgrund einer neuen Dürreperiode derzeit wieder etwa 2,5 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Rund 40 Prozent der nigrischen Kinder gelten als mangelernährt und alarmierende 10 Prozent davon sogar als lebensbedrohlich mangelernährt. Zusätzlich nimmt der Niger regelmäßig Flüchtlinge aus den Nachbarländern Mali und Nigeria auf. Hunderttausende Menschen, die von Boko Haram aus ihrer Heimat vertrieben wurden, leben heute in provisorischen Lagern in der Diffa-Region unter meist prekären Bedingungen.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger im Niger?

Aktion gegen den Hunger ist seit 1997 im Niger aktiv. Obwohl der Zugang zu einzelnen Bevölkerungsgruppen durch Boko Haram aktuell erheblich erschwert ist, arbeiten unsere Teams täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern:

  • Wir behandeln schwer mangelernährte Kinder und schulen die Mütter darin, Anzeichen von Mangelernährung frühzeitig zu erkennen.
  • Verunreinigtes Wasser ist eine Hauptursache für Krankheiten. Daher verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung, indem wir Brunnen und Latrinen bauen.
  • Zudem verteilen wir Hygiene-Kits und führen Schulungen zu Sauberkeit und Gesundheitspraktiken durch.
  • Wir leisten psychosoziale Betreuung für Flüchtlinge und Vertriebene.
  • Wir unterstützen Menschen bei der Wiederherstellung und dem Erhalt ihrer Lebensgrundlagen: durch Cash-for-Work-Programme oder der Verteilung von widerstandsfähigem Saatgut und Werkzeugen für den Ackerbau.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

29. OKTOBER 2019
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