Mädchen auf den Philippinen steht im Müll.

PHILIPPINEN

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Katastrophenvorsorge Katastrophenvorsorge
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2000

Mitarbeiter*innen:  116

Bevölkerung:  106,5 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  299.284

Unterernährungsrate:   13,7%

Die Philippinen sind ein Inselstaat in Südostasien und liegen in einer seismisch aktiven Zone, wodurch es immer wieder zu vulkanische Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommt. Zudem werden die Philippinen jedes Jahr von rund 20 Taifunen getroffen. In der Regenzeit führen starke Niederschlägen immer wieder zu Überschwemmungen und Erdrutschen.
Neben den Naturkatastrophen hat das Land mit einer starken Ungleichheit zwischen wohlhabenden und armen Bevölkerungsteilen zu kämpfen. Viele Menschen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen. An Nahrung und sauberes Wasser zu gelangen, ist für viele Frauen, Männer und Kinder auf den Philippinen täglich eine Herausforderung. Mehr als 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.

Wie ist die Situation auf den Philippinen?

Die Anfälligkeit für Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Tsunamis, Erdbeben oder Überschwemmungen hat verheerende Auswirkungen: Sie fordern nicht nur tausende Todesopfer, sondern ziehen zudem massive materielle und wirtschaftliche Schäden nach sich, unter denen die Überlebenden noch Jahre nach der eigentlichen Katastrophe leiden.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen auf den Philippinen?

Im November 2013 zog Wirbelsturm Haiyan über die Philippinen und hinterließ eine Schneise der Zerstörung. Über 6.000 Menschen kamen ums Leben. Rund 14 Millionen Frauen, Männer und Kinder waren insgesamt betroffen. Etwa vier Millionen Familien verloren ihre Häuser und wurden von einem Tag auf den nächsten obdachlos. Es wird angenommen, dass es bis zu einem Jahrzehnt dauern wird, bis alle Schäden komplett beseitigt sind.
2017 gab es in Mindanao, im Süden des Landes, eine der größten Flüchtlingskrisen. Es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem so genannten Islamischen Staat und der philippinischen Armee. Mehr als 350.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger auf den Philippinen?

Aktion gegen den Hunger arbeitet seit dem Jahr 2000 auf den Philippinen und hilft Menschen, die von Naturkatastrophen betroffen sind oder durch Konflikte vertrieben wurden.

  • Wir untersuchen Jungen und Mädchen unter fünf Jahren auf Mangelernährung und behandeln schwer mangelernährte Kinder. Zudem unterstützen wir schwangere und stillende Frauen.
  • Wir arbeiten mit lokalen und staatlichen Stellen zusammen, um Mangelernährung zu bekämpfen.
  • Wir installieren Wasserpumpen, reparieren die sanitäre Infrastruktur und schulen die Gemeinden darin, diese zu erhalten.
  • Zusammen mit lokalen Organisationen erarbeiten wir Katastrophenvorsorgemaßnahmen: Um auf zukünftige Naturkatastrophen besser vorbereitet zu sein und die Schäden zu reduzieren, entwerfen wir zusammen mit den lokalen Gemeinden Notfallpläne.
  • Nach Wirbelsturm Haiyan haben wir mehr als 450.000 Betroffenen sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen bereitgestellt. Wir verteilten Nahrungsmittel und errichteten Notunterkünfte für tausende Familien, die alles verloren hatten.
  • Wir konzentrieren uns auf den langfristigen Wiederaufbau in den von Haiyan betroffenen Gebieten, einschließlich stabiler Wasser- und Abwassersysteme. Fischerinnen und Fischer haben ihre Boote und Netze verloren, Bäuerinnen und Bauern ihre Ernten, Saatgüter und landwirtschaftlichen Geräte. Wir helfen diesen Menschen, sich wieder eine Existenz aufzubauen.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

25. APRIL 2019
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