
Programm veröffentlicht: Human Rights Film Festival Berlin vom 10.-18. April
Vom 10. bis 18. April 2026 präsentiert das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ 24 herausragende internationale Dokumentarfilme. Das Gesamtprogramm ist jetzt erschienen, Tickets sind ab sofort erhältlich: www.hrffb.de.
„Wir freuen uns, dem Publikum ein hochaktuelles und vielseitiges Programm zeigen zu können. Mit über 50 Vorführungen sowie der Unterstützung unserer großartigen Partner rückt das Festival Stimmen in den Mittelpunkt, die in der öffentlichen Debatte viel zu oft überhört werden – und regt zum Nachdenken, Diskutieren und Handeln an“, sagt Lydia Spiesberger, die gemeinsam mit Jan Sebastian Friedrich-Rust das Festival leitet. Organisiert wird das HRFFB von Aktion gegen den Hunger, mit Greenpeace als Hauptpartner.
Vielfalt der Themen – von Klimakrise bis Freiheitskampf
Eröffnet wird das Festival mit Yanuni – Die Stimme des Amazonas von Richard Ladkani – einem kraftvollen Porträt der indigenen Aktivistin Juma Xipaia und ihres Einsatzes für ihr Volk und den Schutz des Amazonas, produziert unter anderem von Leonardo DiCaprio. Auch weitere Filme widmen sich der Klimagerechtigkeit: Black Water begleitet eine Familie aus Bangladesch, die vor Überschwemmungen nach Dhaka flieht, während The Wolves Always Come at Night Hirt*innen in der mongolischen Wüste im Kampf um ihren Lebensraum zeigt.
2000 Meters to Andriivka hingegen führt an die Frontlinie des russischen Angriffskriegs. Nach seinem oscarprämierten Film 20 Days in Mariupol richtet Regisseur Mstyslav Chernov seinen Blick nun auf Soldaten an der ukrainischen Front, ihre Hintergründe, Ängste und Sehnsüchte. Der Film Mothers of Chibok begleitet nigerianische Mütter, die über ein Jahrzehnt nach den Boko‑Haram‑Entführungen um Gerechtigkeit kämpfen. In Shot - the Voice of Freedom kämpft eine Gruppe von Frauen in Afghanistan gegen die Unterdrückung durch die Taliban und für das Recht auf Freiheit, Bildung und Selbstbestimmung. Der für den diesjährigen Oscar nominierte Film Cutting Through Rocks erzählt die Geschichte einer Hebamme aus dem Iran. Als erste Frau im Gemeinderat ihres Dorfs kämpft sie für die Rechte von Mädchen und Frauen und bringt ihnen das Motorradfahren bei.
Insgesamt präsentiert das Human Rights Film Festival Berlin in 24 Dokumentarfilmen vielfältige thematische Schwerpunkte: von Klimagerechtigkeit, Konflikten und Frieden sowie Dekolonisierung bis zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten. Sie machen sichtbar, wie eng soziale, politische und ökologische Fragen miteinander verflochten sind.
Zahlreiche Filmemacher*innen, Protagonist*innen und Aktivist*innen kommen nach Berlin, um mit dem Publikum nach den Filmscreenings zu diskutieren.
Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Festival: www.hrffb.de
Willy Brandt Dokumentarfilmpreis
Auch in diesem Jahr haben sieben Filme die Chance, den renommierten Willy Brandt Dokumentarfilmpreis zu gewinnen. Der Preis, gestiftet von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, ist mit 5.000 Euro dotiert. Die internationale Jury vergibt diese Auszeichnung jährlich an einen Wettbewerbsfilm für herausragende künstlerische und inhaltliche Leistungen.
Um den Perspektiven junger Menschen Gehör zu verschaffen, wird darüber hinaus auch in diesem Jahr in Kooperation mit Schulen gegen den Hunger ein Preis der Jugendjury verliehen. Und auch die Zuschauer*innen können mitmachen und für ihren favorisierten Film abstimmen. Der Film mit den meisten Stimmen erhält den Audience Award.
Über das Human Rights Film Festival Berlin
Das Human Rights Film Festival Berlin wurde 2018 von Jan Sebastian Friedrich-Rust, Geschäftsführer der humanitären und entwicklungspolitischen Organisation Aktion gegen den Hunger, ins Leben gerufen. Heute gilt es als eines der wichtigsten Menschenrechtsfilmfestivals in Deutschland mit internationaler Ausstrahlung. Das HRFFB zeigt Filme aus aller Welt, die auf eindrucksvolle Weise von Menschenrechtsverletzungen und dem Widerstand dagegen erzählen. Mit einem umfassenden Begleitprogramm bietet das Festival zudem eine einzigartige Plattform für den Austausch und die Vernetzung zwischen NGOs, Filmschaffenden, Aktivist*innen, Politik und dem Publikum. Prominente Menschenrechtler*innen, Politiker*innen und Künstler*innen wie Ai Weiwei, Nadia Murad, Filippo Grandi, Loujain al-Hathloul, Gesine Schwan, Enissa Amani und Can Dündar haben in den vergangenen Jahren die Schirmherrschaft übernommen.
Das HRFFB 2026 findet vom 10. bis 18. April statt und wird von Aktion gegen den Hunger ausgerichtet. Hauptpartner in diesem Jahr ist Greenpeace. Weitere zivilgesellschaftliche Unterstützer sind u.a. Reporter ohne Grenzen und SOS Humanity. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung stiftet den Willy Brandt Dokumentarfilmpreis.
Das diesjährige Festival wird finanziell gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
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