
Mali: Trotz der prekären Sicherheitslage setzt Aktion gegen den Hunger die humanitäre Hilfe fort
Nach den jüngsten bewaffneten Vorfällen in verschiedenen Teilen Malis sowie der volatilen und dynamischen Sicherheitslage im Land, setzt Aktion gegen den Hunger die humanitäre Hilfe in Mali mit entsprechenden Anpassungen fort.
„Jeder neue Gewaltausbruch verschärft die ohnehin extreme Verwundbarkeit der betroffenen Familien, die vielerorts bereits am Limit sind. Die humanitäre Hilfe darf nicht unterbrochen werden. Es ist entscheidend, einen sicheren, kontinuierlichen und nachhaltigen Zugang zu Unterstützung für diejenigen zu gewährleisten, die sie am dringendsten benötigen“, betont Paloma Martín, Regionaldirektorin von Aktion gegen den Hunger.
Strukturelle humanitäre Notlage am Rande der Eskalation
Bereits vor der aktuellen Verschärfung der Situation litt Mali unter alarmierender Ernährungsunsicherheit sowie erheblichen operativen Zugangsbeschränkungen. Nun erlebt das Land eine der schwerwiegendsten humanitären Krisen in der Sahelzone, die gekennzeichnet ist durch:
- Massenvertreibung: Über 402.000 Menschen wurden gezwungen, auf der Flucht vor Gewalt ihre Häuser zu verlassen.
- Ernährungsunsicherheit: Rund 1,5 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger, der das Krisenniveau erreicht oder überschreitet.
- Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen: Die Krise trifft insbesondere Kinder sowie schwangere und stillende Frauen und lässt die Rate schwerer akuter Unterernährung dramatisch ansteigen.
Langfristiges Engagement trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Trotz der Herausforderungen bleibt Aktion gegen den Hunger langfristig und entschlossen in Mali engagiert. Allein im vergangenen Jahr unterstützte die Organisation mehr als 1,5 Millionen Menschen und setzte dabei einen Schwerpunkt auf Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, Wasser- und Sanitärversorgung, Ernährungssicherheit sowie Existenzsicherung – auch in besonders schwer zugänglichen Regionen.
„Die Situation in Mali bleibt für Millionen von Menschen äußerst komplex, da sie bereits unter extrem fragilen Lebensbedingungen leiden. In diesen Zeiten ist es unsere oberste Priorität, die Sicherheit unserer Teams zu gewährleisten, ohne dabei die Gemeinden aus den Augen zu verlieren, die weiterhin dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind“, erläutert Paloma Martín weiter.
Angesichts der dynamischen Lage beobachtet die Organisation die Entwicklungen kontinuierlich, um die Hilfe für die betroffenen Gemeinden so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und ihre Maßnahmen kontextsensibel anzupassen.
Aktion gegen den Hunger ist seit 1996 in Mali tätig. Trotz anhaltender Gewalt und klimatischer Herausforderungen setzen sich unsere Teams täglich dafür ein, die Lebensbedingungen der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
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