Verleihung Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis beim Human Rights Film Festival Berlin 2021

„Imad´s Childhood“ gewinnt Wettbewerbspreis beim Human Rights Film Festival Berlin

Redaktionsnetzwerk „Forbidden Stories“ mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm „Imad´s Childhood“ von Zahavi Sanjavi wurde heute auf dem Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) mit dem Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Der Film „Dear Future Children“ über drei Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong gewann den Publikumspreis. Die gemeinnützige Organisation „Forbidden Stories“, die den weltweiten Missbrauch der Spionagesoftware Pegasus aufdeckte, erhielt den Ehrenpreis für Demokratie und Freiheit.

„Dokumentarfilme haben die Kraft, Mauern zu überwinden. Sie rütteln einen wach und geben den Menschenrechten ein wichtiges öffentliches Forum. Zahavi Sanjavi versteht sich meisterlich auf diese Kunst des Filmemachens. Und er hat mit Imad´s Childhood einen Film geschaffen, der beim Sehen eine unglaubliche Kraft entfaltet, deren Intensität man sich nicht entziehen kann“, so Professor Peter Brandt bei der Verleihung des Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreises für Freiheit und Menschenrechte. Der Sohn von Willy Brandt ist Mitglied des Kuratoriums der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, die den Preis gestiftet hat.

Der Film erzählt die Geschichte des fünfjährigen Imad, der über die Hälfte seines Lebens in IS-Gefangenschaft verbracht hat und tief traumatisiert zu seiner jesidischen Familie zurückkehrt. Mit Geduld und Respekt begleitet der Regisseur Zahavi Sanjavi über mehrere Jahre hinweg Imad und seine Familie dabei, den Weg zurück in eine normale Kindheit zu finden.

Publikumspreis an „Dear Future Children“

Den Publikumspreis erhielt die Dokumentation „Dear Future Children“. Regisseur Franz Böhm begleitet drei Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong bei ihrem Engagement für Gerechtigkeit, Freiheit und eine bessere Welt. „Der Film ist ein wunderbares Portrait der drei Aktivistinnen und trifft in ganz besonderer Weise den Kern des diesjährigen Festivals, das sich unter dem Titel die Kunst der Veränderung dem Engagement von Aktivist*innen weltweit im Kampf für Gerechtigkeit und gegen Korruption und Unrecht widmet“, sagt Anna Ramskogler-Witt, Direktorin des HRFFB.

„Neun Tage mit inspirierenden Filmen, mit berührenden Geschichten und mit anregenden Gesprächen liegen hinter uns. Es macht mich unglaublich glücklich, dass wir es vielen Filmemacher*innen ermöglichen konnten, ihren Film das erste Mal auf einer echten Leinwand vor Publikum sehen zu können. Und ich bin dankbar für ein Publikum, dass unsere Gäste aus der ganzen Welt so begeistert empfangen und so leidenschaftlich an den Diskussionen teilgenommen hat“, so Ramskogler-Witt.

Redaktionsnetzwerk „Forbidden Stories“ erhält Ehrenpreis

Das gemeinnützige Redaktionsnetzwerk „Forbidden Stories“ wurde in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis für Demokratie und Freiheit ausgezeichnet. „Die Enthüllungen des diesjährigen Preisträgers Forbidden Stories rund um die Software Pegasus haben uns in erschreckender Weise gezeigt, wie massiv Regierungen gegen Journalist*innen aber auch gegen Menschenrechtler*innen und Aktivist*innen vorgehen. Auch die Schirmfrau des Festivals Loujain al-Hathloul und ihr Umfeld waren betroffen. In Zeiten, in denen Journalist*innen massiv in ihrer Arbeit behindert, bedroht oder sogar getötet werden, ist die Arbeit, die Forbidden Stories leistet, unentbehrlich“, so Jan Sebastian Friedrich-Rust, Geschäftsführer von Aktion gegen den Hunger und Gründer des Human Rights Film Festivals Berlin. Laurent Richard, Gründer und Direktor von Forbidden Stories nahm den Preis online entgegen.

Pressefotos sind als Download verfügbar und unter der Angabe des © Human Rights Film Festival Berlin/Dovile Sermokas nutzbar.

Über das Human Rights Film Festival Berlin:

Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) wurde von der humanitären und entwicklungspolitischen Organisation Aktion gegen den Hunger initiiert und findet seit 2018 jährlich statt. Das Festival stellt Geschichten aus allen Teilen der Welt in den Mittelpunkt, die auf eindringliche Weise über den aktuellen Stand der Menschenrechte berichten. Das HRFFB 2021 wird von Aktion gegen den Hunger in Kooperation mit Save the Children und in Partnerschaft mit Amnesty International organisiert. Die Organisationen setzen dabei mit einer kuratierten Filmauswahl zu den Querschnittsthemen humanitäre Hilfe und Hungerbekämpfung, Menschenrechte sowie Kinderrechte jeweils einen thematischen Fokus.

27. SEPTEMBER 2021
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