Kind und Weihnachtsdeko in der Ukraine

Weihnachtsgeschenke mit Sinn – Krisen machen keine Feiertage

Für viele ist Weihnachten die Zeit des Schenkens. Wir überlegen, womit wir unseren Liebsten eine Freude machen können, und suchen nach Geschenken, die von Bedeutung sind. Doch Krisen machen keine Feiertage. Während wir Geschenke einpacken und den Tisch decken, kämpfen Menschen weltweit darum, ihre Familien zu ernähren.

Was bedeutet das für uns? Und was können wir tun? Unabhängig davon, ob du Weihnachten feierst oder nicht, ist das Jahresende ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, was wirklich zählt.

 

Spenden und schenken

Was schenkt man Menschen, die alles verloren haben?

Wenn Menschen durch Krieg oder Naturkatastrophen ihr Zuhause verlieren, verlieren sie meist auch ihre Lebensgrundlage. Felder werden verwüstet, Straßen und Gebäude zerstört. Märkte brechen zusammen, Lieferwege werden unterbrochen und Lebensmittel erreichen die Menschen nicht mehr. Gleichzeitig treiben Knappheit und steigende Preise die Kosten für Lebensmittel in die Höhe – für viele Familien wird selbst das Nötigste unbezahlbar. Der Alltag wird ein Kampf ums Überleben.

Was sie jetzt brauchen, sind keine großen Versprechen, sondern konkrete Unterstützung in Form von Nahrung, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und der Möglichkeit, wieder selbst für sich und ihre Familien zu sorgen.

Aktion gegen den Hunger unterstützt Menschen in Krisengebieten weltweit mit akuter Nothilfe und langfristigen Maßnahmen gegen Hunger und Mangelernährung. Denn Hilfe sollte nicht davon abhängen, ob gerade Weihnachten ist.

Was bedeutet Hunger für Familien im Alltag?

Hunger bedeutet mehr, als mit leerem Magen ins Bett zu gehen. Er bedeutet, Entscheidungen treffen zu müssen, die niemand treffen sollte: Essen für die Kinder oder für sich selbst? Medikamente oder Lebensmittel? Die Schule besuchen oder mithelfen, irgendwie Geld für die nächste Mahlzeit aufzutreiben? Wenn Kinder nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, kann das ihre körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen. Besonders für kleine Kinder kann schwere Mangelernährung lebensbedrohlich werden.

Hunger raubt Menschen nicht nur die Kraft für den Alltag. Er beraubt sie auch der Möglichkeiten für ihre Zukunft. Deshalb ist jede Maßnahme wichtig, die Mangelernährung verhindert, behandelt und Familien langfristig stärkt.

Kind wird gegen akute Mangelernährung behandelt
Icon

Derzeit spielt sich im Sudan eine der schlimmsten humanitären Krisen unserer Zeit ab. In einigen Regionen des Landes herrscht Hungersnot.

Familien wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Menschen sterben, weil Nahrung und medizinische Hilfe fehlen. Wir sind vor Ort im Einsatz und unterstützen besonders gefährdete Kinder und Familien in mehreren Regionen.

Warum hungern Menschen in einer Welt voller Lebensmittel?

Hunger ist nicht allein eine Frage der Verfügbarkeit von Lebensmitteln. Weltweit wird genug Nahrung produziert, um alle Menschen zu ernähren. Doch Millionen von Menschen können sich keine gesunde und ausreichende Ernährung leisten – auch in Europa nicht. Ungerechte Ernährungssysteme verschärfen soziale Ungleichheiten, setzen Landwirt*innen unter Druck und belasten die Umwelt. Wie Lebensmittel produziert, gehandelt und verteilt werden, entscheidet darüber, wer Zugang zu guter Nahrung hat und wer nicht.

Gesunde und ausreichende Ernährung darf kein Privileg sein, sondern muss ein Recht für alle sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, das Recht auf Nahrung verbindlich im EU-Recht zu verankern und Ernährungssysteme gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Mit der Europäischen Bürger*inneninitiative „Gutes Essen für alle” fordern wir die EU auf, Verantwortung zu übernehmen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Menschen Zugang zu gesunder, bezahlbarer und nachhaltiger Nahrung haben.

Warum hören wir von manchen Krisen fast nichts mehr?

Das Problem ist, dass öffentliche Aufmerksamkeit nicht automatisch dort bleibt, wo die Not am größten ist. Manche Krisen bestimmen wochenlang die Schlagzeilen. Andere geraten hingegen aus dem Blick, wenn neue Ereignisse die Nachrichten beherrschen. Langwierige Konflikte und wiederkehrende Hungerkrisen erhalten oft weniger Aufmerksamkeit, obwohl die Menschen vor Ort weiterhin dringend Hilfe benötigen.

Doch eine Krise verschwindet nicht, nur weil sie seltener in unseren Feeds auftaucht. Familien brauchen weiterhin Nahrung. Kinder brauchen Behandlung. Menschen, die vor Gewalt fliehen mussten, benötigen Schutz und Unterstützung. Weniger Schlagzeilen bedeuten nicht weniger Leid.

Deshalb ist es wichtig, auch auf die Krisen zu schauen, über die kaum gesprochen wird, und dafür zu sorgen, dass die Menschen dahinter nicht in Vergessenheit geraten.

Warum wird Hilfe gekürzt, obwohl die Not wächst?

Humanitäre Hilfe hängt von verfügbaren finanziellen Mitteln ab – und diese reichen vielerorts nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Unser aktueller „Hunger Report 2026” zeigt, wie dramatisch die Lage ist: Im Jahr 2025 waren 266 Millionen Menschen in 47 Ländern und Gebieten von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Im selben Jahr wurden erstmals gleichzeitig Hungersnöte in Teilen des Gazastreifens und des Sudan bestätigt. 

Humanitäre Organisationen stehen unter erheblichem Finanzierungsdruck. Wenn Mittel fehlen, müssen Hilfsprogramme eingeschränkt oder sogar gestoppt werden. Weniger Menschen werden erreicht und dringend benötigte Unterstützung bleibt aus.

Das ist besonders problematisch, weil verspätete Hilfe schwerwiegende Folgen haben kann. Mangelernährung verschärft sich, Familien verlieren ihre Lebensgrundlagen und Krisen werden noch schwerer zu bewältigen. Humanitäre Hilfe ist kein Luxus. Sie kann Leben retten und verhindern, dass Menschen noch tiefer in eine Krise geraten.

NGO-Bündnis Petitionsübergabe "Solidarität nicht kaputtsparen – internationale Hilfe stärken!" vor dem Bundestag
Icon

100.529 Stimmen gegen Kürzungen bei internationaler Hilfe! ✊
Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit bedrohen Millionen Menschen weltweit. Gemeinsam mit 16 zivilgesellschaftlichen Organisationen haben wir am 8. September unsere Petition an die Regierungsfraktionen von SPD und CDU/CSU übergeben. Unsere Botschaft an die Bundesregierung: Internationale Hilfe stärken, keine weiteren Kürzungen!

Kann eine einzelne Spende wirklich etwas verändern?

Ja.

Eine einzelne Spende kann zwar keinen Krieg beenden und alle Ursachen von Hunger lösen. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass Menschen die dringend benötigte Unterstützung erhalten.

Spenden ermöglichen uns, auf Krisen zu reagieren, mangelernährte Kinder zu behandeln, den Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern und Familien beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen. Wie genau eine Spende wirkt, hängt unter anderem von den aktuellen Bedürfnissen, den Einsatzbedingungen und den verfügbaren Mitteln ab. Deshalb ist es wichtig, transparent zu zeigen, wofür Spenden eingesetzt werden und welche Arbeit damit ermöglicht wird. Verantwortungsvolles Handeln und Transparenz sind unsere Grundsätze, denn das Vertrauen unserer Spender*innen ist unser wichtigstes Gut. Hier erfährst du alles über die Verwendung unserer finanziellen Mittel.

Gemeinsam können viele einzelne Beiträge einen Unterschied machen. Sie schaffen Handlungsspielraum dort, wo Hilfe dringend benötigt wird.

Du musst nicht alles verändern können, um etwas zu verändern.

Was können wir tun, damit unsere Solidarität mehr bewirkt als gute Vorsätze?

Ob wir Weihnachten feiern oder nicht: Zum Jahresende denken viele Menschen darüber nach, was ihnen wichtig ist und was sie verändern möchten. Dabei muss Solidarität nicht bei guten Vorsätzen bleiben. Wir können dazu beitragen, dass Menschen in Krisen nicht allein gelassen werden. Mit einer Spende an Aktion gegen den Hunger unterstützt du Menschen, die von Hunger und Mangelernährung betroffen sind – unabhängig davon, wo sie leben oder woran sie glauben.

Wir können nicht jede Krise allein beenden. Aber gemeinsam können wir Leben retten und Menschen neue Perspektiven eröffnen.

Spenden und schenken

Kind malt Weihnachtsbild

Krisen machen keine Feiertage. Unsere Hilfe auch nicht. 

Aktion gegen den Hunger ist weltweit im Einsatz, um Menschen in akuten Hungerkrisen zu unterstützen und Mangelernährung zu bekämpfen. Unsere Teams behandeln mangelernährte Kinder, unterstützen Familien mit lebenswichtiger Hilfe, verbessern den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen und helfen Menschen dabei, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen.

Dabei geht es nicht nur darum, akute Not zu lindern. Wir setzen uns auch dafür ein, Hunger langfristig zu verhindern und Menschen dabei zu unterstützen, sich und ihre Familien nachhaltig zu versorgen. Wo Konflikte, Vertreibung oder Naturkatastrophen Menschen in Not bringen, ist schnelle und bedarfsgerechte Hilfe entscheidend.

Unsere Arbeit richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen – nicht nach unserem Kalender. Damit wir auch dann helfen können, wenn die Not aus den Schlagzeilen verschwunden ist, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

Deine Spende hilft uns, Menschen in Hungerkrisen zur Seite zu stehen – an Weihnachten und an jedem anderen Tag des Jahres.

Unterstütze unsere Hilfe weltweit
30. OKTOBER 2026