Wir helfen seit: 1996
Mitarbeiter*innen: 125
Bevölkerung: 25 Mio.
Erreichte Menschen 2025: 1.121.479
Unterernährungsrate: 12,3 %
Mali ist ein Binnenland in der Sahelzone. Zwei Drittel des Landes bestehen aus Wüste oder Halbwüste und sind immer wieder langen Dürreperioden ausgesetzt. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Kriegerische Konflikte im Norden des Landes führen zu Leid, Vertreibung und Hunger.
Wie ist die Situation in Mali?
Seit 1960 ist die ehemals französische Kolonie unabhängig. Ein Militärputsch im Jahr 2012 stürzte das Land in eine politische und gesellschaftliche Krise. Weite Teile des Nordens befinden sich in der Hand militanter Rebellengruppen. Krieg, Gewalt und fehlende Lebensgrundlagen zwangen hunderttausende Menschen zur Flucht in den Süden des Landes, was die dortige Nahrungsmittelknappheit verschärfte. Die Gesundheits- und Bildungssysteme stehen vor dem Zusammenbruch.
Der neueste Militärputsch im Mai 2021 sorgte erneut für Unsicherheit. Auch wenn eine Rückkehr zur Demokratie und freie Wahlen angekündigt wurden, wurden diese bisher immer wieder verschoben. Die Zukunft für die Menschen ist ungewiss.
Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Mali?
Rund 45 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Seit mehr als 15 Jahren verschärfen Unsicherheit sowie wiederkehrende wirtschaftliche und klimatische Krisen die Lage und nehmen den Menschen, was sie zum Leben brauchen. Landwirtschaft und Viehzucht bleiben die wichtigsten Einkommensquellen, durch unsichere Lage, Klimaschocks und die steigenden Preise können viele Menschen ihr Überleben nicht sichern.
Besonders im Norden des Landes ist die Sicherheitslage besorgniserregend. Die immer wieder aufflackernden Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen bedrohen die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung. Kriminalität und Gewalt gegen Frauen sind weit verbreitet. In den Konfliktregionen ist der humanitäre Zugang zudem oftmals unzureichend. Mehr als fünf Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Auch für humanitäre Helfer*innen wird Mali immer gefährlicher. 2025 wurden über 800 Fälle gemeldet, bei denen humanitäre Helfende an ihrer Arbeit gehindert wurden – 70 davon beinhalteten Gewalttaten gegen Personal oder Infrastruktur.
Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Mali?
Aktion gegen den Hunger ist seit 1996 in Mali aktiv. Unsere Teams arbeiten täglich daran, die Lebensbedingungen der Menschen trotz der andauernden Gewalt und der klimatischen Widrigkeiten nachhaltig zu verbessern:
- Wir verteilen Lebensmittel, diagnostizieren Mangelernährung und behandeln davon akut bedrohte Kinder.
- Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten wie beispielsweise Cholera.
- Wir leisten psychosoziale Betreuung für Flüchtlinge und Vertriebene.
- Bei akuten Notlagen leisten unsere Notfallteams umgehende Hilfe.
Neben Spenden finanziert sich unsere Arbeit auch durch Förderungen und Zuwendungen institutioneller Geber*innen. Der folgende Absatz informiert Sie über Projekte, die direkt durch diese Art der Unterstützung realisiert werden können. Hier informieren wir über die Herkunft all unserer Mittel.