Das Pariser Klima-Abkommen ist nur ein erster Schritt

Der Mitte Dezember auf der UN-Klimakonferenz in Paris geschlossene Vertrag zum Klimawandel ist von historischer Bedeutung. Das Klimaschutz-Abkommen unterstreicht die Notwendigkeit, unseren Planeten und die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen in Zukunft besser zu schützen. Doch die vereinbarten Schritte reichen nicht aus und es fehlt an spezifischen Maßnahmen und klaren finanziellen Vorgaben zur Erreichung der gesetzten Ziele.

Ziele des Klima-Abkommens sind:

  • Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren;
  • Globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 unter 2°C (angestrebt sind 1,5°C) halten;
  • Entwicklungsländern spätestens ab 2020 pro Jahr mindestens 100 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen, damit sie erforderliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen können.

Nahrungsmittelsicherheit

Zum ersten Mal wurde das Thema Nahrungsmittelsicherheit in die Präambel des Klima-Abkommens aufgenommen. Aktion gegen den Hunger begrüßt die Berücksichtigung des wichtigen Zusammenhangs zwischen dem Klimawandel und der globalen Nahrungsmittelsicherheit.

Gemäß der Vereinbarung von Paris darf jedoch eine Reduktion von Treibhausgasen die landwirtschaftliche Produktion nicht gefährden. In diesem Punkt bleibt das Abkommen hinter unseren Erwartungen zurück. Denn Veränderungen in den landwirtschaftlichen Produktionssystemen, damit diese die Umwelt weniger belasten, sind dringend erforderlich. „Leider können so einzelne Länder schädliche landwirtschaftliche Praktiken wie Land Grabbing oder Entwaldung auch in Zukunft fortsetzen“, sagt Bertrand Noiret, Experte für Nahrungsmittelsicherheit von Aktion gegen den Hunger

Unsere Arbeit

Die Anzahl der Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel bedingt sind, hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt: Häufige Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme verursachen Ernteausfälle, zerstören lebenswichtige Infrastruktur und gefährden die Nahrungsmittelversorgung.

Aktion gegen den Hunger setzt sich weltweit dafür ein, die negativen Folgen des Klimawandels zu verringern. Gleichzeitig unterstützten wir die Menschen bei der Anpassung an die Klimaveränderungen.

Foto: Andrew Parsons

20. JULI 2017
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