Zusammen stoppen wir den Kürzungshaushalt!
Es ist noch nicht zu spät: der Haushalt für das Jahr 2027 ist noch nicht entschieden. Jetzt ist noch Zeit der Bundesregierung klarzumachen, dass internationale Hilfe nicht kaputtgespart werden darf! Schreiben Sie jetzt eine Protestmail an Ihre Bundestagsabgeordneten.
Machen Sie jetzt mit uns deutlich: Dieser Haushalt kostet Leben! Humanitäre Krisen verschwinden nicht, weil wir uns plötzlich nicht mehr zuständig fühlen. Finden Sie mit wenigen Klicks die Abgeordneten Ihres Wahlkreises und schicken Sie ihnen jetzt eine (von uns vorbereitete) E-Mail.
Die Bundesregierung hat die Mittel für internationale Hilfe in den vergangenen Jahren deutlich gekürzt – und will im Haushalt für 2027 noch weniger Geld zur Verfügung stellen. Gleichzeitig nehmen humanitäre Krisen, Hunger und Vertreibung weltweit zu. Der Bedarf an Hilfe wächst – während die global verfügbaren Mittel insgesamt zurückgehen.
Diese Entwicklung hat konkrete Folgen: Hilfsorganisationen müssen Programme kürzen oder ganz einstellen. Menschen, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind, warten teilweise vergebens. Der Sparplan gefährdet nicht nur Errungenschaften in den Bereichen Bildung, Frauenrechten, Gesundheit und Armutsbekämpfung – er kostet ganz real Menschenleben. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass der deutsche Kürzungstrend bis zum Jahr 2030 fast 3 Millionen Menschenleben kosten könnte.
Doch der Haushalt für 2027 ist noch nicht beschlossen - in diesen Wochen verhandelt der Bundestag über den Haushaltsentwurf und kann die Aufstellungen der Posten noch verändern. Mit genügend Druck kann es der Zivilgesellschaft gelingen klarzumachen, dass weitere Kürzungen bei Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit nicht hinzunehmen sind.
Mit unserer Petition „Solidarität nicht kaputtsparen – internationale Hilfe stärken!“ haben wir bereits ein klares Zeichen gegen diesen Sparkurs gesetzt. Jetzt geht es darum, den politischen Druck aufrechtzuerhalten.
Bundestagsabgeordnete entscheiden über den Bundeshaushalt und damit auch darüber, wie viele Mittel Deutschland für internationale Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellt. Gleichzeitig sind sie als gewählte Vertreter*innen ihres Wahlkreises auf den Austausch mit den Menschen vor Ort angewiesen.
Eine persönliche Nachricht aus dem eigenen Wahlkreis macht deutlich: Globale Solidarität ist den Menschen hier wichtig – und sie erwarten von ihren Abgeordneten, dass sie sich dafür einsetzen.
Je mehr Menschen sich zu Wort melden, desto sichtbarer wird, dass Kürzungen bei internationaler Hilfe nicht unwidersprochen bleiben. Vielen Dank, dass du dich mit uns dafür einsetzt, dass Menschen in Not nicht alleingelassen werden.
Wir setzen uns dafür ein, dass Deutschland seiner internationalen Verantwortung gerecht wird und die Bundesregierung die Finanzierung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit langfristig verlässlich sicherstellt. Konkret fordern wir im Haushalt 2027 mindestens 11,2 Milliarden Euro für die Entwicklungszusammenarbeit und 2,8 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe. Der Kürzungstrend muss beendet werden und auch langfristig muss die Bundesregierung eine verlässliche Finanzierung dieser beiden Bereiche sicherstellen.
Denn globale Krisen lassen sich nicht wegsparen. Solidarität braucht politische Priorität – und eine verlässliche Finanzierung.
Diese E-Mail-Aktion führen wir gemeinsam mit Oxfam Deutschland [und ggf. Care] durch. Sie ist Teil der Kampagne „Solidarität nicht kaputtsparen – internationale Hilfe stärken!“, die von einem breiten Bündnis aus 16 humanitären und entwicklungspolitischen Organisationen getragen wird.
Uns verbindet die Überzeugung, dass Deutschland auch in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte Verantwortung für Menschen weltweit übernehmen muss. Gemeinsam setzen wir uns für eine starke, verlässliche und langfristig finanzierte internationale Hilfe ein.
Wir wollen zeigen: Solidarität ist keine freiwillige Leistung, bei der gespart werden kann. Sie ist politische Verantwortung.
In manchen Wahlkreisen gibt es aktuell keine Abgeordneten, die wir mit dieser Aktion ansprechen können. Angezeigt werden Abgeordnete, die entweder direkt gewählt wurden oder in ihrem Wahlkreis kandidiert haben und über die Landesliste in den Bundestag eingezogen sind. Abgeordnete, die ausschließlich über eine Landesliste kandidiert haben, können keinem Wahlkreis zugeordnet werden.
AfD-Abgeordnete haben wir zudem von der Aktion ausgenommen. Ihre Fraktion im Bundestag forderte erst im Juli 2026 die Auflösung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie eine Kürzung seines Etats um rund 80 Prozent (21/6906). Vor diesem Hintergrund halten wir eine Ansprache durch unsere Protestmail-Aktion nicht für erfolgversprechend.
Warum wird bei internationaler Hilfe gekürzt? Was bedeuten die Kürzungen konkret? Und warum ist langfristige Finanzierung so wichtig?
Mehr Hintergründe und Antworten auf häufige Fragen findest du in unserem FAQ zur Kampagne.