Ebola-Prävention in Uganda

Uganda: Zusätzliche 130.000 Euro aus dem Nothilfefonds für Ebola-Prävention

Pressemitteilung vom: 12.06.2026

Zusätzlich zu den laufenden Hilfsmaßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo stellt die humanitäre Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger 130.000 Euro aus dem Nothilfefonds zur Verfügung, um die Prävention und Eindämmung von Ebola in Uganda zu unterstützen. Rund 50.000 Menschen sollen durch die Hilfsmaßnahmen erreicht werden.

„Ebola-Ausbrüche haben verheerende Folgen für Gemeinden, insbesondere in Regionen, die ohnehin von Mangelernährung und Ernährungsunsicherheit betroffen sind“, sagte Rotimy Djossaya, Regionaldirektor von Aktion gegen den Hunger für Ostafrika und Horn von Afrika. „Wir haben unseren Nothilfefonds aktiviert, um sofortige Präventionsmaßnahmen zu unterstützen und damit das mögliche Zusammentreffen zweier lebensbedrohlicher Krisen zu verhindern: ein tödliches Virus, das eine Bevölkerung trifft, die nicht genug zu essen hat. In diesem Kontext sind Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden, eine funktionierende Wasser- und Sanitärversorgung, Ernährungsprogramme sowie wirksame Frühwarnsysteme keine verzichtbaren Kostenfaktoren, sondern zentrale Voraussetzungen für eine wirksame Ebola-Bekämpfung.“

Die bereitgestellten Mittel tragen dazu bei, lokale Gesundheitssysteme gezielt zu stärken. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Infektionsprävention und –kontrolle sowie die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung für medizinisches Personal. Außerdem umfassen sie Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung sowie die Unterstützung bei der epidemiologischen Überwachung in betroffenen und besonders gefährdeten Regionen.

Besonders hohes Risiko für mangelernährte Menschen

Ebola stellt für mangelernährte Menschen ein besonders hohes Risiko dar. Gleichzeitig führen Ausbrüche häufig zu erheblichen Einschränkungen beim Zugang zu Gesundheitsdiensten, ausreichender Ernährung, sauberem Wasser und Sanitärversorgung. Dies erhöht die Gefahr vermeidbarer Erkrankungen und Todesfälle – insbesondere für ohnehin gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Aktion gegen den Hunger stellt sicher, dass lebenswichtige Gesundheits- und Ernährungsprogramme aufrechterhalten werden und zugleich das Infektionsrisiko minimiert wird. Dazu wurden unter anderem Abstandsregeln in Gesundheits- und Ernährungszentren eingeführt sowie persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt. In einigen Regionen bereitet die Organisation die Bevölkerung zudem auf kulturell sensible Herausforderungen vor, die mit Ebola-Ausbrüchen einhergehen – etwa im Umgang mit traditionellen Bestattungsritualen, die das Infektionsrisiko erhöhen können.

Die WHO erklärte den Ebola-Ausbruch am 17. Mai 2026 zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite. Derzeit gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung für den Bundibugyo-Stamm der Ebola-Viruskrankheit.

12. JUNI 2026
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