Syrische Geflüchtete leiden unter Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

30.000 syrische Geflüchtete von Schneesturm Karim betroffen

Aktion gegen den Hunger leistet Nothilfe im Libanon

Der massive Wintereinbruch erschwert die sowieso schon prekäre Lage von 30.000 syrischen Geflüchteten in den informellen Siedlungen im Bekaa-Tal im Libanon. Das Team von Aktion gegen den Hunger leistet Nothilfe für 7.000 Geflüchtete. In der Grenzstadt Arsal wurden Temperaturen weit unter minus 10 Grad Celsius gemessen. Es ist einer der schwersten Winter im Libanon. Für viele syrische Geflüchtete ist es bereits der 9. Winter fern von der Heimat. Die provisorischen Unterkünfte in den informellen Siedlungen sind kaum für diese extremen Wetterbedingungen geeignet.

Zahlreiche Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten

Nach einem Koordinationstreffen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern, lokalen Akteuren und dem UNHCR, hat ein Nothilfeteam von Aktion gegen den Hunger die Arbeit aufgenommen. Das Team hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Straßen und Zugänge in mehr als 40 Orten, die durch den Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten waren, freigeräumt wurden. Zusätzlich wurden mehr als 10 Tonnen Salz verteilt, damit die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner selber dafür sorgen können, dass die Zugänge nicht erneut durch Schnee und Eis zufrieren. Denn die Wetterbedingungen bleiben auch in der kommenden Woche extrem, sodass die Versorgung der Bevölkerung gefährdet ist.

„Unsere Teams ermitteln gerade, was die Menschen am dringendsten benötigen. Sie prüfen zudem, ob die Unterkünfte überhaupt wieder instandgesetzt werden können. Das Camp, in dem ich mich gerade befinde, hat lediglich 18 Zelte und wurde komplett überflutet. Das Beste wird es sein, es komplett zu verlegen“, berichtet Joel Assaf, Nothilfekoordinatorin von Aktion gegen den Hunger.

1,5 Mio. Geflüchtete sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen

Der extreme Wintereinbruch findet in einer Phase statt, in der sich das Land in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise befindet. Für die Menschen – das gilt sowohl für die libanesische Bevölkerung als auch für die syrischen Geflüchteten – macht der Winter die Situation noch prekärer. Die Menschen können sich kaum noch mit notwendigen Gütern versorgen. Besonders hart trifft es die 1,5 Mio. Geflüchteten. Kein anderes Land hat übrigens, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr Menschen aufgenommen als der Libanon. Um sich warmzuhalten, verbrennen die Geflüchteten Plastik, Nylon und Müll, was die Gesundheitssituation weiter verschlechtert. Es ist dringend notwendig, Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen und die am stärksten gefährdeten Menschen zu versorgen. 

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Vassilios Saroglou
17. FEBRUAR 2020
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