babylon-berlin

Erstes Human Rights Film Festival Berlin - ein voller Erfolg!

Dokumentarfilme und Diskussionen rund um das Thema Menschenrechte

Sieben Tage lang haben sich Berliner und internationale Gäste filmisch mit dem Thema Menschenrechte auseinandergesetzt: Das erste Human Rights Film Festival Berlin zeigte 25 Dokumentarfilme in mehr als 40 Vorstellungen. Begleitend gab es Diskussionen mit Filmschaffenden, Menschenrechtsexpertinnen und –experten sowie dem Publikum. Viele der Filme waren so stark nachgefragt, dass sie in größere Säle verlegt werden mussten.

3.500 Besucher sorgten für ausverkaufte Kinosäle

Mehr als 3.500 Menschen haben das Human Rights Film Festival Berlin und die zahlreichen Begleitveranstaltungen vom 20. bis 26. September besucht. Über die Hälfte aller Vorführungen waren ausverkauft, oft bildeten sich lange Warteschlangen. Besonders nachgefragt waren unter anderem „Of Fathers and Sons“, „We are Humanity“ und der Abschlussfilm „Human Flow“ des Schirmherren Ai Weiwei. Wenn möglich wurden Filmvorstellungen in größere Säle verlegt. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet das Sputnik Kino eine Sondervorführung des Films „Human Flow“ am kommenden Sonntag um 11.00 Uhr an.

Fotostrecke: Das Human Rights Film Festival Berlin 2018 in Bildern

Festival übertrifft Erwartungen der Organisatoren

"Das Human Rights Film Festival Berlin hat all unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Jan Sebastian Friedrich-Rust, Executive Director bei Aktion gegen den Hunger. „Berlin ist ein idealer Ort, um sich mit einem interessierten Publikum zum Thema Menschenrechte auszutauschen. Wir hoffen, dass das Festival in Zukunft zu einer festen Größe in Berlin wird“, so Friedrich-Rust weiter.

"Ihr könnt Eure Stimme erheben und damit anderen das Leben retten!"

Besonders emotional waren die Gespräche mit den Filmschaffenden sowie den Protagonistinnen und Protagonisten. Obaidah Zytoon, Co-Regisseurin, Protagonistin, und eine der wenigen Überlebenden von „The War Show“, einem Film über die syrische Revolution, appellierte an das Publikum: „Bitte tut etwas! Ihr habt die Wahl. Ihr könnt Eure Stimme erheben und damit anderen das Leben retten“. Während vieler Vorstellungen flossen im Zuschauerraum Tränen. Ziel des Human Rights Film Festivals war es jedoch nicht nur zu bewegen. Expertinnen und Experten von Amnesty International, FIAN, Handicap International, International Rescue Committee, Norwegian Refugee Council und der Friedrich-Ebert-Stiftungen diskutierten mit dem Publikum über Lösungsmöglichkeiten.

Ai Weiweis "Human Flow" sorgt für krönenden Abschluss

Mit dem Film „Human Flow“ des chinesischen Künstlers und Menschenrechtlers Ai Weiwei endet das Human Rights Film Festival Berlin. „Gerne unterstütze ich das Festival auch in Zukunft“, sagte Kurator Thomas Schadt, Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg. „Die Chance ist groß, hier ein neues Festival zu einem wichtigen Themengebiet stark zu positionieren, daran arbeite ich gerne mit. Besonders wichtig dabei erscheint mir, dass es die Möglichkeit zu Gesprächen zwischen Machern und Publikum gibt. Hier gilt es sicher noch Ideen zu entwickeln, wie diese Auseinandersetzung zwischen den Filmen und dem Publikum intensiviert werden kann“. so Schadt weiter. „Aber für den Start kann man den Initiatoren nur gratulieren, dass alles so gut geklappt hat!“